Die perfekte Mappe – Als Freelancer aus dem Stand überzeugen

3 years ago

Architekten, Mediendesigner, Journalisten, Texter, Fotografen – für Freelancer unterschiedlichster Berufsstände sind Bewerbungs- bzw. Präsentationsmappen essenzieller Bestandteil des Vorstellungsgesprächs beim potenziellen Kunden. Trotz der großen Bedeutung der Präsentationsmappe für die Auftragsvergabe, herrscht selbst bei berufserfahrenen Freiberuflern erschreckend häufig Unsicherheit über Inhalt und Gestaltung einer ansprechenden Mappe. Das hängt auch damit zusammen, dass Vorstellungen und Ansprüche nicht bei jedem Kunden gleich sind. Dennoch gibt es einige (nahezu) universal gültige Punkte für Form und Inhalt einer Mappe, mit deren Beachtung die Chancen auf einen Auftrag deutlich steigen.

Inhaltliche Do’s und Don’ts für die Präsentationsmappe

Bei der Erstellung von Präsentationsmappen jedweder Fasson, können die folgenden Richtlinien beachtet werden:

– Vorstellung und Lebenslauf: Lebenslauf und Vorstellung der eigenen Person bzw. des eigenen Unternehmens ist der wohl elementarste Punkt einer Bewerbungsmappe, auf den kaum verzichtet werden kann.

– Auswahl treffen: Im Rahmen von Präsentationsmappen gilt wie so oft: Weniger ist mehr! Überladene Mappen ermüden potenzielle Auftraggeber und lenken von den wirklich guten Arbeiten ab. Also lieber vorab eine Auswahl treffen, die den Kunden wirklich vom Hocker haut!

– Keine Originale: Gerade bei Fotografien stellt sich die Frage, ob Originale mit in die Bewerbungsmappe integriert werden sollten. Prinzipiell ist hiervon eher abzuraten. Einerseits herrscht bei Kunden und Lektoren oft viel zu großer Respekt vor unersetzbaren Originalfotos, andererseits ist die Verwertbarkeit von Originalen schwer einzuschätzen, wenn sie nicht im Kontext (etwa abgedruckt in einer Zeitschrift) gesehen werden können.

– Kundenspezifika einbauen: Jeder Kunde ist anders, hat bestimmte Ansprüche und eine individuelle Unternehmensausrichtung. Entsprechend können auch Präsentationsmappen nicht in Gänze standardisiert werden. Es lohnt sich daher auf mögliche Bedürfnisse des Kunden einzugehen und solche Arbeitsproben hervorzuheben, die für den Auftraggeber besonders relevant sein könnten. Hierzu gehört auch das Nennen von Referenzkunden mit ähnlichen unternehmerischen Schwerpunkten.

– Referenzen: Referenzen sind wichtiger Bestandteil einer Bewerbungsmappe. Hierzu zählen Kundenempfehlungen und Pressestimmen, aber auch eigene Referenzprojekte (für Programmierer oder Mediendesigner beispielsweise die eigene Homepage).

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Layout und Formales

Neben den inhaltlichen Do’s und Don’ts gibt es für die perfekte Bewerbungsmappe auch noch eine Reihe von gestalterischen Elementen und Formalien zu beachten.

– Der rote Faden: Bei aller Kreativität sollte bei einer Mappe doch stets ein roter Faden erkennbar sein, an dem sich der Kunde orientieren kann. Hierzu gehören Inhaltsübersicht, Gliederung und sinnvolle Überleitungen.

– Das Deckblatt: Einen besonderen Fokus gilt es auf die Gestaltung des Deckblatts zu legen, soll dieses doch neugierig auf die Präsentationsmappe machen. Welches gestalterische oder inhaltliche Element könnte den Kunden besonders ansprechen? Welches Problem könnte ein Kunde haben, das bereits auf dem Deckblatt thematisierbar ist?

– Corporate Design: Freelancer, die ein Corporate Design verwenden, sollten dies auch in die Präsentationsmappe integrieren. Das erhöht den Wiedererkennungswert und hält die vorgestellten Arbeitsproben gestalterisch zusammen.

– Die eigene Handschrift: Im Kreativbereich ist es von Vorteil sich von anderen Bewerbern durch Individualität abzuheben. Kreativität muss nicht zwangsweise nur durch Arbeitsproben zum Ausdruck kommen, sondern kann auch durch eine individuelle Gestaltung der Arbeitsmappe gezeigt werden. Warum beispielsweise nicht einmal eine Broschüre statt der klassischen Mappe anfertigen? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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