Willkommen im Unternehmen – Die ersten Mitarbeiter

4 years ago

Wer ein Unternehmen aufbauen möchte, muss über kurz oder lang Mitarbeiter einstellen. Doch vielen Entrepreneuren kommen dabei große Fragezeichen auf: woher bekomme ich passende Mitarbeiter und wie sorge ich für einen guten Start? Wir geben Tipps auf dem Weg zu Ihrem StartUp-Erfolg.

Mitarbeitersuche

Geeignetes Personal zu finden, ist nicht einfach. Mitarbeiter für ein StartUp zu gewinnen ist umso schwieriger, denn sowohl die Suche als auch das Vorstellungsgespräch gestaltet sich womöglich schwierig. Als Entrepreneur ist es vermutlich wichtig für Sie, möglichst günstige oder kostenlose Recruitingmaßnahmen zu schalten. Zeitungs- und Onlineanzeigen sind aber teuer, genauso wie Gesuche in den bekannten Jobportalen.

Machen Sie sich zunächst klar, wie Ihre Wunschmitarbeiter aussehen. Welche Qualifikationen bringen Sie mit, wie müssen Sie sein, um ins Team zu passen? Gerade bei StartUps nicht einfach, aber absolut notwendig ist es, sich genau zu überlegen, welche Aufgaben die neuen Mitarbeiter übernehmen sollen.

Nutzen Sie für Ihre Rekrutierung alle Kanäle, die Ihnen zur Verfügung stehen. Dazu gehört Ihre Facebook-Seite genauso wie ein Zeitungsbericht, den die lokale Tageszeitung über Ihre Gründung schreibt.

Informieren Sie sich außerdem über kostenlose Jobportale in Ihrer Region. Oftmals bieten Universitäten einen solchen Service für Ihre Absolventen. Auch die Nutzung der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist kostenlos.

Vorstellung und Einstellung

Junge StartUps stehen zumeist vor einem permanenten Geldproblem und sind in Ihrer Entwicklung einmal mehr von jedem einzelnen (noch zu gewinnenden) Kunden abhängig. Das Gehalt, das einem Bewerber angeboten werden kann ist deshalb nicht absolut konkurrenzfähig. Stattdessen sollten Sie sich vorher klarmachen, welche zusätzlichen Incentives Sie bieten können: Mitbestimmung und Freiräume, einzigartige Arbeitsatmosphäre, ein tolles Produkt oder vielleicht sogar Unternehmensanteile.

Auch wenn Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen noch vage sind und Sie sowie Ihre Mitarbeiter am besten ein gewisses Maß an Flexibilität mitbringen: über Chancen, Aufgabenbereiche und auch Risiken sollte gesprochen werden. Ein ehrliches und offenes Gespräch ist hier mehr wert als das Blaue vom Himmel oder die Gefahr wachsender Enttäuschung.

In gerade entstehenden Teams ist es von Vorteil, für ein gutes Onboarding der neuen Mitarbeiter zu sorgen. Manche StartUps leisten sich gleich einen eigenen Feelgood-Manager, der sich um das Teambuilding und die Atmosphäre kümmert. Aber auch ohne einen Bespaßungsposten können Sie einiges tun: eine gute Kommunikation, regelmäßige Team-Events, offenes Feedback und Spaß an der Arbeit sind die besten Voraussetzungen dafür, dass sich mit Ihrem Team bald ein erfolgreiches Unternehmen entwickeln kann.

Vertragsgestaltung

Junge Unternehmen stellen gerne Studierende oder Teilzeitkräfte ein. Dabei wird oft zum Minijob als Vertragsmodell gegriffen, wobei insbesondere ein Werkstudentenvertrag für Arbeitgeber und Arbeitnehmer Vorteile hat und für den Arbeitgeber abgabefrei ist. Genauso sieht es bei Praktikanten aus, die sich ebenfalls in der StartUp-Szene tummeln.

Für besondere Aufgaben, üblicherweise sind Kreativaufgaben gemeint, lohnt auch die Zusammenarbeit mit Freelancern. Auch hier kann eine enge Zusammenarbeit entstehen.

Die Wahl eines geeigneten Vertragsmodells ist also individuell von den Zielen und Wünschen eines StartUps abhängig.

Wichtige Bestandteile, die in jeden Arbeitsvertrag gehören sind unter anderem die Tätigkeitsbeschreibung, sowie eine Vereinbarung zu Probezeit und Kündigungsfristen, die Urlaubs- und Krankenregelung und selbstverständlich die Vergütung. Zusätzlich kann der Arbeitgeber Verpflichtungen des Arbeitnehmers definieren. Viele Unternehmen haben dafür einen Verhaltenskodex oder auch weitere, notwendige Zusatzvereinbarungen wie eine Datenschutzerklärung, die zwar nicht unmittelbarer Vertragsbestandteil, dennoch aber vertragsrelevante Zusätze darstellen können.

Was die Vertragsgestaltung angeht, sollten Sie mögliche Risiken soweit es geht vermeiden und sich kompetent beraten lassen. Neben kostenpflichtigen Beratungen durch Rechtsanwälte kommt dabei auch die kostenlose oder günstige Hilfe durch Existenzgründungs-Beratungen oder Ihre Business Angel infrage. Im Internet finden Sie außerdem eine Vielzahl an Vertragsentwürfen, die Sie entsprechend abändern und nutzen können.

Mehr Infos finden Sie unter anderem auf der Webseite existenzgruender.de des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.