Speed-Boote überholen Tanker! So punkten Startups und Mittelstand dank Digitalisierung!

10 months ago

Die Digitale Transformation kündigen Zukunftsforscher schon seit einigen Jahren an. Langsam bricht sich nun herunter, wie tiefgreifend der Wandel ist. Startups und Internetgiganten revolutionieren traditionsreiche Branchen wie die Finanz-, Versicherungs- und Unterhaltungsindustrie, nachdem sie den Bücher-, Tonträger-, Reise-, Gebrauchtwagenhandel und Jobmarkt längst unter sich aufgeteilt haben. Bald schon wird das Girokonto obsolet, weil sich mobile Zahlungssysteme durchsetzen werden.

Wohin die Reise der Digitalen Transformation geht, können Sie auf der Sage Summit Tour erleben, die von Amerika rüber nach Europa kommt und am 8. März 2017 erstmals in Berlin Station macht. Die wichtigsten digitalen Trends der Zukunft haben wir schon hier für Sie zusammengetragen.

Alter Wein trotz neuer Schläuche – Speed-Boote überholen die Tanker

Seit der flächendeckenden Einführung des Internets vor rund 20 Jahren führten Unternehmen sukzessive digitale Technologien ein und ordneten sie ihren Geschäftsprozessen unter. Das führte dazu, dass sich nur wenig änderte in der internen Arbeitsorganisation sowie der Kommunikation mit Kunden, Lieferanten, Kooperationspartnern und Mitarbeitern. Statt Telefonat, Fax und Brief wurden Videokonferenzen, E-Mails, Messenger und Chats samt Dateiversand und Verwaltungssoftware eingeführt. Führungs- und Organisationsstrukturen sowie Entscheidungswege aber blieben weitgehend erhalten. Bestenfalls wurden sie mit digitalen Tools als „flache Hierarchien” begrifflich geadelt. Ansonsten blieb alles beim Alten.

Der Haken an dieser ersten Stufe der Digitalisierung war und ist bis heute, dass die veralteten Geschäftsprozesse zu langsam sind, um Kundenbedürfnisse schnell genug zu erkennen und – noch wichtiger – auch ohne Verzögerung zu befriedigen. Alter Wein in neuen, nun eben digitalen Schläuchen. Der bisherige Erfolgsfaktor vieler Internetgiganten, die vor 15 Jahren als Startups begannen, beruhte darauf, dass sie digital produzieren, rasanter kommunizieren und schneller ausliefern konnten. Jeff Bezos und Mark Zuckerberg profitieren von diesem „First Mover”-Effekt bis heute. Wie Speed-Boote agieren sie mit Marktentwicklungen. Sie bringen Produkte und neue Dienstleistungen schneller an den Start. So überholten sie Traditionsunternehmen und entlarvten sie als das, was sie bisher häufig sind: Schwerfällige Tanker.

AR, Cloud, Industrie-4.0 und IoT: Technik ist Mittel zum Zweck

Natürlich treiben solche Tanker nicht einfach steuerlos auf dem Meer. Traditionskonzerne wie der Otto-Versand nutzen längst die Technologien und bauen sich auch intern um. Das ist der Grund, warum der Hamburger Versandhändler nach Amazon in Deutschland der zweitgrößte Onlinehändler ist. Andere Traditionshäuser forschen als Venture Capitalist in eigenen Laboren mit Startup-Charakter nach den Kundenlösungen von Morgen.

Fast keine Bank in Deutschland, die nicht ihre Labore unterhält. In Berlin eröffnete die Deutsche Bank ein Innovationszentrum. Weitere Deutsche Bank-Labs sind in London und im Silicon Valley geplant. Jedes Jahr will das Kreditinstitut 500 Ideen bewerten. Das Ziel: Ein Produkt, das die klassischen Banken ersetzt.

Jeder Automobilhersteller forscht seit Jahren an der Elektromobilität und an Lösungen für das Autonome Fahren. Kaum ein deutscher Mittelständler verzichtet darauf, seine Herstellung zu vernetzen, „Human Maschine Interfaces” zu entwickeln und die automatische Fabrik einzurichten, die „Smart Factory” der Zukunft.

Das Büro der Zukunft und die sich selbst organisierende Belegschaft

Diese Entwicklung macht auch vor den Bürotürmen nicht halt. Längst arbeiten schnell wachsende Unternehmen in Projektgruppen, die sich aufgabenorientiert und teils in virtuellen Arbeitsgruppen zusammenschließen. Kollaborative Tools, flexible Arbeitsräume, flexible Zeitgestaltung und dezentrale Verortung ermöglichen den Teams, rund um die Uhr, rund um den Globus gemeinsam Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Sie arbeiten mit Cloud-Lösungen. Sie managen ihre betriebswirtschaftlichen Prozesse von Arbeitszeiterfassung über Buchhaltung bis Steuern über „Software as a Service” und Accounting-Tools wie Sage One, Office 365, Lync oder OneDrive.

Microsoft ist Vorreiter bei der neuen Arbeitsorganisation. In seinem europäischen Forschungsstandort Amsterdam gibt es keine festen Arbeitszeiten und auch keine festen Arbeitsplätze mehr. Stattdessen richtete der Softwarekonzern Kreativräume und einige Sitzungszimmer ein, die die Mitarbeiter nach Bedarf buchen, einrichten und teilen. Je nach Aufgabenstellung, Projekt, Kunden- und Kompetenzanforderungen arbeiten sich selbst organisierende Teams an Lösungen, die den Kunden ohne lange Gremienberatungen und -entscheidungen zur Verfügung gestellt werden können.

Digitale Transformation bedeutet einen radikalen Kulturwandel im Denken

Sozialwissenschaftler sprechen vereinzelt bereits von einer Digitalen Kulturrevolution, die gerade beginnt. Immer deutlicher ist, dass die Digitale Transformation nicht mehr von der Technik getrieben wird – diese ist längst vorhanden. Die wahren Treiber der Digitalisierung sind die Kunden, Märkte und der Wettbewerb. Wer schneller ist bei der Befriedigung von Kundenbedürfnissen, egal ob Startup oder Traditionshaus, macht das Geschäft, erobert Marktanteile. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Geschäftsprozesse an die verfügbaren Technologien anpassen. Denn nur so sichern Sie in einer ungewissen Zeit die Zukunft Ihres Unternehmens. Deutlich wird dabei immer mehr, dass auch der Mensch in den Organisationen sich ändern muss. Führung im digitalen Zeitalter bedeutet nicht mehr eine Befehlskette abzuarbeiten, sondern wird zu einer dienenden Funktion, um die Potenziale der Mitarbeiter zur vollen Entfaltung zu bringen. Sie müssen den Kopf frei bekommen für kreative Lösungen im Kundeninteresse. Frei nach der Devise von Francis Picabia: „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.”

Vorteil für Startups und Mittelstand als Speed-Boote

Als junges oder kleines mittelständisches Unternehmen können Sie von der Digitalen Kulturrevolution ungemein profitieren. Die Agilität liegt naturgemäß noch in Ihrer DNA als Startup oder KMU. Denn Sie müssen in der Regel keine eingefahrenen Geschäftsprozesse oder starre Strukturen auflösen. Vielmehr sind Sie es gewohnt, flexibel auf Marktchancen und Kundenwünsche einzugehen. Der entscheidende Schritt, jetzt die Agilität in Ihrem Unternehmen zu stärken, ist, die vorhandenen Potenziale in Ihrem Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter zur Vernetzung; innerhalb und abteilungsübergreifend in ihrem Unternehmen. Kooperieren Sie mit anderen Unternehmen, mit Forschungseinrichtungen. Fördern Sie den schnellen Wissenstransfer zwischen Kunden, Lieferanten, externen Stakeholdern über digitale Kollaborationstools. Engagieren Sie sich auf digitalen Plattformen und tauschen Sie sich mit ihren künftigen Kooperationspartnern und potenziellen Kunden aus. Entwickeln Sie sich zu einer schnell lernenden Organisation, die durch digitale Offenheit bestehende und neue Geschäftsfelder schneller als der Wettbewerb entwickelt. Auf der Sage Summit Tour haben Sie die ideale Gelegenheit, damit anzufangen.

Sage Summit Tour am 8. März 2017 in Berlin

Der Sage Summit gibt auf seiner Europa-Tour Impulse in Sachen Digitalisierung. Ein renommierte Zukunftsforscher, ein digitaler Entrepreneur aus dem Silicon Valley sowie der Top-Manager eines klassischen Industrieunternehmens und weitere digitale Vordenker referieren über ihre Erfolgsstrategien. Erfahren Sie von führenden Praktikern, wie sie die Digitale Disruption in ihren Unternehmen gestalten.

Darüber hinaus erhalten Sie …

  • Wissen über neueste Technologien, Produkte und Trends
  • Inspirationen und Impulse von bekannten Vordenkern und Unternehmern
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Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen und einen spannenden Gedankenaustausch zum Thema digitale Transformation! Hier geht’s zur Anmeldung.

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