So geht Crowdfunding!

3 years ago

Crowdfunding ist das Modewort in der Startup-Szene. Die Unternehmensgründung einfach online finanzieren lassen, dabei gute Kontakte gewinnen und vielleicht sogar schon die ersten Kunden. Soweit der Traum. Was dahinter steckt und wie junge Unternehmen von Crowdfunding profitieren können, lesen Sie in unserem Blogbeitrag.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding ist eine Möglichkeit um internetbasiert finanzielle Unterstützung zur Realisierung eines Projektes, beispielsweise einer sozialen Idee oder einer Unternehmensgründung zu gewinnen. Die bekanntesten Plattformen, die die Idee und ihre Unterstützer zusammenbringen wollen sind Kickstarter und Startnext. Daneben existieren eine ganze Reihe Plattformen für spezielle Themenbereiche, beispielsweise für Unternehmensgründungen wie Seedmatch oder auch Companisto.

Wie funktioniert Crowdfunding?

Wer Unterstützer für sein Projekt sucht heißt Funder. Der Funder stellt eine ausführliche Beschreibung seines Projektvorhabens auf die Crowdfunding-Plattform und gibt einen Zielbetrag vor, wie viel finanzielle Unterstützung zur Umsetzung des Projektes benötigt wird. Ebenso wird eine Deadline festgesetzt. Nur solange ist das Projekt auf der Plattforum für Spenden geöffnet.

Im Folgenden ist es Aufgabe des Funders so viele Menschen wie möglich über soziale Medien, Mundpropaganda und andere Wege zum Spenden aufzurufen. Spenden finden allerdings zunächst in Form eines sogenannten Pledges (Zusicherung) statt. Ein Unterstützer kann also angeben, dass er bereit ist dem Projekt 100 Euro zu spenden.

Nur wenn das Spendenziel innerhalb der Laufzeit durch die Pledges erreicht wird, werden die Zusicherungen fällig. Wird das Spendenziel nicht erreicht, gehen die Funder leer aus, wird es übertroffen erhalten sie alle Pledges, die gemacht wurden. Dieses System hat zur Folge, dass Menschen viele Projekte unterstützen können, die tatsächliche finanzielle Leistung jedoch nur dann erbracht wird, wenn außerdem noch viele andere Pledger dieses eine Projekt unterstützenswert finden. Gleichzeitig sind die Funder nicht gezwungen halbe Sachen zu machen, wenn sie nur Teilbeträge einsammeln konnten, gegenüber den Spendern dann aber im Zugzwang stehen.

Rewards sind das Dankeschön der Crowdfunding Szene

Gegenüber den Pledgern kann ein Funder je nach Höhe der Spende unterschiedliche Dankeschön-Gesten, sogenannte Rewards, platzieren. Von der namentlichen Nennung auf der Webseite, Gimmicks aus dem Unternehmen oder sonstigen Incentives bis hin zu Unternehmensbeteiligungen für den Pledger ist alles möglich. Die Höhe der Pledges kann sehr unterschiedlich sein, auch sehr kleine Beträge lassen sich pledgen und machen Crowdfunding-Plattformen so erfolgreich.

Wie das Modell Crowdfunding funktioniert ist hier noch einmal visuell dargestellt. Das Video war übrigens selbst ein Crowdfunding-Projekt. (auf Englisch)

Marketing mit Crowdfunding

In einigen Fällen wurden Crowdfunding-Projekte so erfolgreich, dass sie sich viral im Netz verbreiteten. Die Folge: die Fundings wurden noch erfolgreicher und die dahinterstehenden Projekte konnten zusätzlich von einem enormen Marketingvorteil profitieren. Einen solchen Glücksmoment erlebte zum Beispiel Pebble. Das StartUp Unternehmen hatte sich zum Ziel gesteckt auf Kickstarter 100.000 US-Dollar zu sammeln um eine Smartwatch zu bauen. Das war Mitte 2012, als Apple und Samsung ihre eigenen Modelle noch in der Entwicklung hatten. Weil das Projekt Pebble viral wurde sammelte das Unternehmen im Mai 2012 ganze 10 Millionen US-Dollar und brachte das Produkt vor den Platzhirschen Apple und Samsung bereits Anfang 2013 auf den Markt.

Fazit

Auch wenn solche Überflieger-Fälle die Ausnahme darstellen, kann Crowdfunding für StartUps mit interessantem Konzept ein guter Einstieg in die Finanzierung sein oder eine gute zusätzliche Finanzierung, beispielsweise für ein bestimmtes Projekt, darstellen. Der Ausgang ist für StartUps ungewiss, beinhaltet aber praktisch kein Risiko. Denn in der Regel wird man zur Zahlung einer Gebühr durch die Crowdfunding-Plattform nur im Erfolgsfall aufgefordert. Ob ihr Crowdfunding-Projekt dann viral wird, hängt zuletzt nicht nur von der Idee selbst ab, sondern auch davon, wie gut Ihre Marketingkanäle laufen. Ein guter Test für das künftige Daily Business.

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