So funktioniert Bewerbersuche über Social Media

in 9 months ago
Bewerbersuche

Gutes Personal zu rekrutieren, ist schwierig und kostspielig. Besserung ist in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel nicht in Sicht. Daher bietet es sich an, neue Wege zu beschreiten und die Bewerbersuche auf Social-Media-Kanäle auszudehnen.

Social Recruiting spielt eine wachsende Rolle auf dem Bewerbermarkt

In sozialen Netzwerken tummeln sich, zumindest theoretisch, jede Menge potentielle Mitarbeiter. Daher fischen hier seit einigen Jahren immer mehr Personaler nach geeigneten Kräften. Die „Social Media Recruiting Studie 2015 Deutschland” hat herausgefunden, dass fast die Hälfte der Personalverantwortlichen regelmäßig auf Facebook, Xing, LinkedIn, Google+, Twitter, Youtube und ähnlichen Portalen unterwegs ist und dort gezielt neue Mitarbeiter anspricht. Rund 45 Prozent der Personaler verbreiten außerdem ihre Stellenangebote in den sozialen Medien.

Oft ist ihre Suche von Erfolg gekrönt, vor allem, wenn ein offener Posten mit einem so genannten „Digital Native” besetzt werden soll. Darunter fallen junge Leute, die im Internetzeitalter groß geworden sind und sich souverän und selbstverständlich in den sozialen Netzwerken bewegen. Genau dort wollen sie auch von einem Arbeitgeber abgeholt werden. Die klassische Bewerbersuche mit Stellenanzeigen in der Tageszeitung ist für diese junge Bevölkerungsgruppe bedeutungslos. Und natürlich surfen auch ältere Semester auf der Suche nach einem neuen Karriereschritt oder aus privaten Gründen durchs Internet und können dort erreicht werden.

Anforderungsprofil klar umreißen

Wie aber findet man im Netz den richtigen Mitarbeiter fürs eigene Unternehmen? Die wichtigste Voraussetzung ist, genau zu wissen, wen man sucht. Ohne ein eindeutig definiertes Anforderungsprofil und eine scharf umrissene Zielgruppe funktioniert Social Recruiting nicht. Ist man sich darüber im Klaren, wen man sucht, kann man als nächstes überlegen, wo man sucht. Nicht jedes Portal eignet sich nämlich für jede Berufsgruppe oder anders ausgedrückt: Auf Xing sind unter Umständen andere Berufsgruppen unterwegs als auf Facebook.

Ist auch diese Hürde genommen, kann die eigentliche Suche beginnen. Stichworte helfen dabei, die definierten Zielgruppen aufzuspüren und in aller Ruhe die Profile interessanter Personen anzuschauen. Die Eigendarstellung in den sozialen Netzwerken verrät meist sehr viel über mögliche Bewerber. Häufig hinterlegen potenzielle Bewerber zudem ihre Lebensläufe bei den großen Jobportalen – auch das ist eine hilfreiche Adresse für Unternehmen, die offene Stellen besetzen wollen.

Eigene Unternehmenswebseite informativ und aktuell halten

Hat man einen Kandidaten im Netz entdeckt und in die engere Wahl genommen, folgt die direkte Ansprache. Sie erfolgt professionell, entspricht aber zugleich dem Tonfall des sozialen Netzwerks. Flankiert werden sollte die direkte Ansprache von einem ansprechenden digitalen Auftritt des Unternehmens. Eine aktuelle, aussagekräftige Unternehmenswebseite ist Pflicht, wenn man über Social Media auf Bewerbersuche geht. Dort sollte sich auch das Stellenangebot finden, damit sich der mögliche Bewerber sofort darüber informieren kann, wer ihn da kontaktiert hat und was ihm angeboten wird.

Firmenseiten in sozialen Netzwerken

Um nicht nur aktiv nach Bewerbern zu suchen, sondern um auch gefunden zu werden, betreibt eine große Zahl an Unternehmen mittlerweile eigene, professionell gestaltete Seiten auf Facebook und Co. Hier werden Stellenangebote gepostet und die Vorzüge des Unternehmens herausgestellt. Dazu dienen auch Unternehmensfilme auf Youtube, firmeneigene Blogs oder Mitarbeiterfotos auf Instagram. Gerade für kleine Unternehmen ist es ratsam, hier einige Mühe aufzuwenden, um neben den vielen Großen sichtbar zu werden. Die möglichst positive Selbstdarstellung des Unternehmens im Netz soll potentielle Mitarbeiter ansprechen und ihnen einen Einblick in den Arbeitsalltag des Unternehmens geben. Über die Firmenseiten können Interessenten in einen zwanglosen Dialog mit den Unternehmen treten.

Analoge und digitale Bewerbersuche ergänzen sich

Wer sich für Social Recruiting entscheidet, betritt ein zukunftsträchtiges Feld. Zum Nulltarif gibt es die digitale Bewerbersuche allerdings nicht, sie kostet ebenso Zeit und Geld wie die herkömmliche Personalsuche, die sie ergänzt. Außerdem sollte man beim Social Recruiting unbedingt langfristig am Ball bleiben, denn verwaiste Webseiten, tote Links und veraltete Inhalte schrecken eher ab, als dass sie neue Mitarbeiter anziehen.

Wenn Sie einen passenden Bewerber gefunden haben und ihn einstellen wollen, müssen natürlich Formalia wie Adressdaten etc. aufgenommen werden. Hier hilft Sage One mit einer kostenlosen Vorlage für einen Personalfragebogen weiter, den Sie hier downloaden können. So wird die nächste Einstellung zum Kinderspiel.

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