Um die unternehmerischen Risiken einer Existenzgründung zu managen, stehen eine Vielzahl an Versicherungen zur Verfügung. Gerade in der Start Up-Phase stellt sich für viele die Frage, welche Versicherungen sinnvoll, unverzichtbar und vor allem auch bezahlbar sind. Oft wird die Entscheidung auf später verlegt, wenn genug verdient wird oder es werden voreilige Entscheidungen getroffen.

– Existenzbedrohende Risiken lassen sich mit speziellen persönlichen und betrieblichen Versicherungen absichern.

Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung

Es gibt Risiken, die zwingend abgesichert werden müssen wie die Krankenversicherung die seit einigen Jahren Pflicht ist. Hier ist genau zu prüfen, welche Versicherung in Betracht kommt. Dabei sollte auch die Familienplanung und das Alter berücksichtigt werden, um nicht am Ende in die Kostenfalle zu geraten. Vermeintlich günstige Angebote für junge und gesunde Menschen können im Alter zu horrenden Beiträgen führen.

Will man als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben und von den günstigen und mit einem Höchstbeitrag abgesicherten Beitrag profitieren, muss schnell gehandelt werden.

– Eine freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ist nur innerhalb von drei Monaten möglich.
Zu prüfen ist, ob ein Krankengeld enthalten ist.

Empfehlenswert ist auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Unfallversicherung.

[trenner]

Rentenversicherung

Nicht vergessen werden dürfen die Rentenversicherung, das Krankentagegeld sowie gegebenenfalls die Arbeitslosenversicherung, um Risiken gerade in der Anfangsphase möglichst zu minimieren. Wer bislang als Arbeitnehmer gegen Arbeitslosigkeit versichert war, kann sich für rund 80 Euro monatlich freiwillig weiterversichern.

Gerade die Rentenversicherung wird oft vernachlässigt. Hier kann sich eine freiwillige gesetzliche Rentenversicherung lohnen, da sie günstiger sein kann als die private Vorsorge. Zu beachten ist hier aber das Preis-Leistungsangebot. Wer das Minimum an Beiträgen zahlt, erhält je nach Alter auch nur minimale Rentenansprüche.

Gewerbeversicherungen

Eine Unterversicherung kann im Schadensfall das finanzielle Aus bedeuten. Hier ist es sinnvoll, zunächst die möglichen Risiken zu identifizieren. Welche Schäden können beim jeweiligen Geschäftsmodell auftreten? Welche betrieblichen Risiken sollten bereits bei der Gründung abgesichert werden, welche können bewusst in Kauf genommen werden um die Fixkosten gerade beim Start Up nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Zur Beantwortung dieser Fragen sollte geprüft werden:

– Welche Risiken sind mit der konkreten Selbständigkeit verbunden?
– Wie wahrscheinlich ist der Schadenseintritt?
– Welche finanziellen Auswirkungen kann ein Schadenseintritt haben?

Rechtsschutzversicherung

Empfehlenswert ist auch eine Rechtsschutzversicherung für Unternehmen. Gerichtliche Auseinandersetzungen und Streitigkeiten lauern nicht nur bei Kunden, Mitarbeiter und Vermieter, auch Internetauftritte können zu Rechtsstreitigkeiten führen, etwa in Form von Abmahnungen oder Copyright-Verletzungen.

Private und betriebliche Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung gehört zu den notwendigen Versicherungen, die zu einem günstigen Betrag eine nahezu unbegrenzte Schadensabsicherung garantiert. Auch eine Betriebs-Haftpflicht ist empfehlenswert, da sie alle durch den Betrieb und durch Mitarbeiter verursachten Schäden abdeckt. Hier lauern Schadenshöhen, die nicht kalkulierbar sind.

[trenner]

Kosten

Zu Beginn der Selbstständigkeit ist insbesondere auf die Kosten zu achten. Es sollten keine unnötigen oder überteuerten Versicherungen eingegangen werden. Auch sollte darauf geachtet werden, dass möglichst keine langfristigen Verträge abgeschlossen werden. Spezielle Versicherungspakete für Selbstständige sind genauer zu prüfen. Nicht alle angebotene Versicherungen sind wirklich notwendig. Folgende Punkte sind daher zu beachten:

– Kostenvergleich
– Leistungsvergleich
– Versicherungspakete prüfen
– Keine langfristigen Verträge

Fazit

Erkundigen Sie sich vorab, welche Versicherungen tatsächlich notwendig sind und vergleichen Sie Angebote, Beiträge und Leistung.

Immer wieder kommt es zu vermeidbaren Insolvenzen, wenn die Liquidität eines Unternehmens zusammenbricht. Die Gründe sind vielfältig. Oft verschätzen sich Gründer, wann sie eine Forderung tatsächlich realisieren können oder einer Zahlungsverpflichtung nachkommen müssen. Um das zu verhindern, sollten Sie einen Liquiditätsplan im Rahmen Ihres Umsatz- und Kostenplanes erstellen und diesen regelmäßig fortschreiben. Auch wenn ein Liquiditätsengpass droht, ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Aber eine Finanzierung durch zusätzliche Kredite belastet Ihren Cashflow zusätzlich und ist nicht die beste Strategie.

Zahlungsströme planen und überwachen

In Ihrem Liquiditätsplan erfassen Sie alle Forderungen an Ihre Kunden und stellen sie den Ausgaben für Personal, Mieten, Lieferanten, Waren und Dienstleistungen gegenüber. Für alle Zahlungs-Ein- und Ausgänge notieren Sie die Fälligkeiten und saldieren sie regelmäßig zu einem festen Stichtag. In der Regel geschieht dies monatlich oder einmal im Quartal. Je dünner Ihre Finanzdecke wird, desto öfters werden Sie Ihren Cashflow analysieren. Und: Je öfter Sie einen negativen Saldo feststellen, desto wichtiger ist es, entweder Ihr Forderungsmanagement zu intensivieren oder Ihre Zahlungen für Kosten zu strecken. Beim Personal haben Sie dafür keinerlei Spielräume; bei den Zahlungen an die Sozialversicherungen droht unmittelbarer Insolvenzantrag derselben, wenn Sie nicht absolut pünktlich zahlen. Anders ist dies bei zahlreichen anderen Positionen, die Sie aber aktiv gestalten müssen.

Kosten reduzieren, Auszahlungen strecken

Einige Kostenarten lassen sich stärker beeinflussen, wenn auch unterschiedlich schnell. Als Unternehmer könnten Sie Ihre Privatentnahmen reduzieren. Oder Sie könnten geplante Investitionen verschieben. Ebenso könnten Sie bei den flexiblen Kosten Ausgaben verschieben oder gänzlich streichen wie bei der Werbung. Eine weitere Möglichkeit der Kostenstreckung ist, wenn man mit den Gläubigern das Gespräch sucht. Viele Lieferanten kennen das Problem und räumen von sich aus branchenübliche Zahlungsziele ein. Üblich sind Fristen zwischen 30 und bis zu 90 Tagen für die Bezahlung einer Warenlieferung.

Umsatzrealisierung mit Factoring beschleunigen

Überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Kunden im Rahmen Ihrer Zahlungsziele pünktlich zahlen. Stellen Sie dabei fest, dass die Zahlungsmoral zu wünschen übrig lässt, schreiben Sie Mahnungen, vereinbaren Sie Teilzahlungen. Eine elegante Form ist der Forderungsverkauf. So genannte Factoring-Unternehmen haben sich darauf spezialisiert. Der Unternehmer tritt dabei seine Forderung gegenüber Kunden ab und erhält sofort liquide Mittel. Die Kosten für das Factoring addieren sich aus einer Factoringgebühr, einem Vorfinanzierungszinssatz und einer Prüfgebühr. Die Kosten hängen von der Branche, der Anzahl der Schuldner und Einzelrechnungen, dem Bruttoumsatz und weiteren variablen Kosten ab. Die reine Factoringgebühr bewegt sich risikoabhängig in einer Größenordnung von 0,25 Prozent bis 3,0 Prozent.

Häufige Illiquidität führt zu höheren Finanzierungskosten

Je öfter Ihr Cashflow belastet ist, desto grundlegender sollten Sie Ihr Geschäftsmodell überprüfen. Stimmt die Preiskalkulation noch, ist Ihr Produktionsprozess noch kostendeckend, sind Sie auf den richtigen Märkten mit den passenden Produkten unterwegs? Oder leben Sie strukturell über Ihre Verhältnisse, beschäftigen zu viel Personal oder haben Sie zu viel Kapital gebunden, das nicht produktiv für Sie arbeitet? Überprüfen Sie Ihren Fuhrpark, Anlagen oder Gebäude und fragen Sie sich, auf was Sie verzichten können. Die schlechteste Variante in einem Liquiditätsengpass ist, einfach seine Kreditlinie zu erhöhen. Denn diese Strategie führt langfristig zu noch höheren Finanzierungskosten.

Liquiditätsreserven aufbauen

Natürlich unterliegt jedes Business bestimmten unterjährigen Zyklen wie saisonalen Spitzen und Tälern und erst recht der Konjunktur. Zum Ausgleich solcher Schwankungen bauen Sie sich Reserven auf, die Ihnen beim Management Ihres Cashflow die notwendige Flexibilität liefern. Nutzen Sie Kennzahlen, die Sie dabei unterstützen, rechtzeitig eine bedrohliche Lage zu erkennen und die finanzielle Balance zu erhalten. Stellen Sie regelmäßig Ihre verfügbaren Zahlungsmittel, Forderungen und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber. Je realistischer und zeitnäher solche Prüfungen erfolgen, desto besser ist auch Ihr Überblick über Ihre tatsächliche Situation. Hilfreich ist natürlich dabei immer ein systematisches Controlling und ein effektives Forderungsmanagement.

StartUp Unternehmen stehen zu Beginn Ihrer Geschäftstätigkeit vor einer Zwickmühle: mehr Geld für das Marketing ist ein höheres Risiko, gleichzeitig ist auch klar: ohne Marketing geht nichts. Ist das Budget besonders knapp, entscheidet sich diese Frage oftmals von selbst. Die Lösung, das zeigen viele erfolgreiche Modelle, kann Digitales Zero Budget Marketing sein.

Was ist Zero Budget Marketing?

Wie der Name bereits klarstellt, werden alle Marketingaktionen mit ‚zero budget‘, also null Budget, durchgeführt. Die zwei obersten Regeln: Alles selbst machen und ressourcenfressende Aktivitäten, die Zeit, Geld oder Energie kosten ohne dabei versprochene konkrete Ergebnisse zu liefern, einstellen.

Insbesondere Digitale Medien wie beispielsweise Soziale Netzwerke bieten eine gute Basis um kostenloses Marketing zu betreiben. Content Marketing kann eine gute Ergänzung sein, wenn Sie ohne übermäßigen Aufwand passenden Content bereitstellen können.

So geht‘s

Zero Budget Marketing hat immer auch einen Hauch von Guerilla Marketing. Letztendlich ist der Markt hart umkämpft und es geht ganz einfach darum ein unbekanntes Unternehmen, beziehungsweise seine Produkte oder Dienstleistungen innerhalb kurzer Zeit bekannt zu machen (Awareness schaffen) und daraus einen Nutzen, also Verkäufe (Conversion) oder mindestens Leads (Interessenten) zu generieren. Wir haben eine Ideenliste für Sie zusammengestellt. Welche Vorschläge für Sie in Frage kommen hängt von Ihrem Geschäftsmodell, der Branche, in der Sie sich bewegen und der Konkurrenzsituation ab. Nichtsdestotrotz: Probieren geht über Studieren und zu verlieren haben Sie nichts, alles ist hundertprozentig ‚zero budget‘.

#1

Seien Sie wild auf allen wichtigen Social Media Kanälen. Auch hier heißt ‚wichtig‘ vor allem ‚relevant‘ und das ist relativ zu sehen, abhängig von Ihrer Branche und Zielgruppe. Eine Facebook-Fanpage (für B2C) oder ein XING und ein LinkedIn-Account (für B2B) sind ein guter Anfang. Möchten Sie sich auch stärker visuell darstellen denken Sie über Youtube und Pinterest nach. Insbesondere auf Facebook oder XING sollten Sie aber aktiv und ansprechbar sein. Twitter stellt eine gute Ergänzung dar und lässt sich beispielsweise auch mit Facebook zu verbinden, dass alle Posts automatisch übertragen werden.

#2

Bloggen Sie. Das kann mitunter zeitaufwendig sein und damit gegen einen der Grundsätze des Zero Budget Marketing verstoßen. Finden Sie andere Wege um an guten Content für Ihren Blog zu kommen. Anwenderbeiträge, Testberichte oder Produktempfehlungen von Menschen aus Ihrem Netzwerk oder Ihrer Kundschaft?

Wichtig ist die Optimierung hinsichtlich Keywords. Damit können Sie Ihren Blog für Suchmaschinen optimieren und steigern Ihre Besucherzahlen. Welche Keywords sind rund um Ihr Produkt wichtig? Lassen Sie sich von Google helfen, in dem Sie ein Schlagwort in die Suchmaske eingeben. Welche weiteren Suchbegriffe werden nun automatisch vorgeschlagen?

#3

Nutzen Sie Google Alerts und abonnieren Sie relevante Branchenblogs und Branchennachrichten um auf dem aktuellen Stand zu sein. Diskutieren Sie mit und nutzen Sie die Informationen für sich. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit in einem Fachjournal oder einem Fachblog einen Gastbeitrag zu veröffentlichen. Auch das verschafft Ihnen Aufmerksamkeit. Alternativ können Sie einen Branchenblogger auch um einen Testbericht über eines Ihrer Produkte bitten.

Seien Sie außerdem wachsam gegenüber der Konkurrenz. Welche Beiträge werden dort veröffentlicht, wie wird das Marketing betrieben. Was können Sie sich davon abschauen?

#4

Verkaufen Sie Gutscheine. Vielleicht können Sie dazu mit einer Deal-Webseite wie groupon oder daily deals kooperieren. Unternehmen können hier in kurzer Zeit eine große Menge an Produkten verkaufen, die in Form eines Gutscheins an den Kunden weitergegeben werden. Als Unternehmen sollten Sie die Kostendeckung anstreben, da die Preise für den Endkunden immer sehr günstig sind. Setzen Sie die Aufmerksamkeit, die Sie damit schaffen können in den Vordergrund.

#5

Als StartUp mit innovativen Geschäftsideen können Sie leicht die Aufmerksamkeit von Regionalzeitungen oder Magazinen auf sich ziehen. Schauen Sie sich um, ob es zudem Magazine in Ihrer Branche gibt, die infrage kommen können. Lassen Sie über sich schreiben, präsentieren Sie sich wo möglich.

Auch viele Städte und Kommunen bezirzen ihre StartUps gerne und bieten beispielsweise über die Wirtschaftsförderung oder Gründerberatungen auch Möglichkeiten zum Netzwerken.

#6

Betreiben Sie Marktforschung. Wie sieht eigentlich Ihre Persona aus? Welche Probleme lösen Sie für diese Zielgruppe. Im Netz gibt es etliche Foren und Netzwerke, die sich gegenseitig Fragen beantworten, beispielsweise gutefrage.net. Für jeden erdenklichen Bereich gibt es Foren und Anwenderdiskussionen.

Sie verkaufen ein Softwareprodukt, das das Leben von Leistungssportlern einfacher macht? Steigen Sie in die Foren ein, lesen Sie die Diskussionen und empfehlen Sie sich – wo sinnvoll – weiter. Aber Achtung: werden Sie nicht zum Spammer.

#7

Wenn Sie Crowdfunding nutzen können Sie mit einem gelungenen Zero Budget Marketing-Konzept doppelt gewinnen: Awareness und finanzielle Zuwendungen. Lesen Sie dazu auch unseren Blogbeitrag „Crowdfunding für StartUps“.

Es ist eine geringe, aber gewinnbringende Investition, wenn Start-Ups von Anfang an alle ihre Mitarbeiter im richtigen Umgang mit dem Telefon schulen. Denn wem ist es als Anrufer nicht schon passiert, dass er unpersönlich und unfreundlich am Telefon abgefertigt wurde? Mit ungläubigem Staunen legt man den Hörer auf und kann nicht fassen, was da gerade passiert ist. Der unangenehme Eindruck bleibt, dass man als Kunde wohl nie entsprechend behandelt wird. Der telefonische Auftritt ist die Visitenkarte für das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Er spiegelt wider, wie professionell und kundenorientiert das Unternehmen arbeitet.

Es sind nur einige, einfache Regeln zu beachten, um dem Anrufer die angemessene Wertschätzung entgegen zu bringen. Doch kommen wir zunächst zu den Fehlern:

Zu den gängigsten Fehlern gehört eine undeutliche, zu schnelle oder zu langsame, mit starkem Dialekt versetzte Sprechweise. Auch die Weiterleitung, ohne den Gesprächspartner vorher zu informieren ist ein Kapitalfehler.

Die einheitliche Grußformel im Sinne Ihrer Corporate Identity

Wichtig ist, dass sich alle Mitarbeiter einheitlich melden, damit der Anrufer alle Informationen erhält, die er sich wünscht. Die ideale Reihenfolge ist ein Tagesgruß „Guten Tag“, der Firmenname und der eigene Name, am besten mit Vor- und Zunamen. Der Tagesgruß ist wichtig, da er dem Moment der Desorientierung entgegenwirkt. Der Anrufer kennt die Stimme nicht und weiß nicht genau, wann das Telefon abgenommen wird. Deshalb versteht wird häufig das erste gesprochene Wort nicht verstanden. Alternativ zum Tagesgruß ist ein “Willkommen bei” nie falsch. Wichtig ist, dem Firmennamen etwas voran zu stellen.

Den Firmennamen zu nennen, ist ein „Muss“. Der Mitarbeiter repräsentiert während der Arbeitszeit das Unternehmen und daran sollte es keine Zweifel geben. Auf die Nennung der Rechtsform „GmbH“, „OHG“ oder „GmbH & Co. KG“ kann am Telefon verzichtet werden, solange Sie keine AG, Holding oder Group sind. Die weit verbreitete, unsägliche Floskel „Was kann ich für Sie tun?“ erweckt bei dem Anrufer das ungute Gefühl in einem Callcenter gelandet zu sein und ist nicht mehr zeitgemäß.

„Mit der Stimme lächeln“ stimmt noch immer!

„Mit der Stimme lächeln“, das haben Sie bestimmt schon oft gelesen. Und es stimmt! Auf ein Lächeln kommt es beim Telefonieren noch mehr an als bei einem Vier-Augen-Gespräch. Es ist ein starkes Mittel freundlich zu wirken, ohne viele Worte gemacht zu haben. Das allein reicht jedoch noch nicht aus, um ein freundlicher Gesprächspartner zu sein. Der Gesamteindruck setzt sich zusammen aus dem, was man sagt, und dem, wie man es sagt. Dazu gehört auch die Verwendung der Zauberworte „Bitte“ und „Danke“ sowie den Gesprächspartner ab und zu mit seinem Namen anzusprechen. Die positive Wirkung hängt aber auch von der Art ab, wie etwas gesagt wird. Schlechte Stimmung schlägt sich unweigerlich in einer mürrischen Stimme nieder und wirkt negativ auf andere.

Zu einem guten, professionellen Telefonat gehört auch die richtige Fragetechnik. Mit den offenen „W“-Fragen „Wer?“, „Wie?“ oder „Wo?“ wird der Dialog eröffnet und gefördert. Man erhält die gewünschten Informationen, erfährt Hintergründe und lernt die Meinung des Anrufers kennen. Diese Frageformen bieten sich auch dann an, wenn eher schweigsamen Menschen am Hörer sitzen. Auf geschlossene Fragen „Sind Sie an einem Angebot interessiert?“, antwortet der Gefragte in der Regel nur mit „Ja“ oder „Nein“. Dieser Fragentypus wird verwendet, wenn eine eindeutige Entscheidung herbeiführen werden soll oder wenn der Redefluss eines Vielredners gebremst werden muss.

Das Ende ist so wichtig wie der Anfang

Das Ende eines Telefonats ist nicht weniger wichtig als der Einstieg. Denn nicht nur der erste Eindruck zählt, sondern auch der letzte – und der bleibt. Es sollte versucht werden, das Gespräch möglichst positiv zu beenden, damit Ihr Unternehmen dem Gesprächspartner in positiver Erinnerung bleibt.Eine kurze Zusammenfassung der gesprochenen Inhalte hinterlässt einen professionellen Eindruck und gibt Ihnen die Sicherheit, alles richtig verstanden zu haben. Der Telefonpartner sollte ein gutes Gefühl aus dem Gespräch mitnehmen. Etwa in dem Sinne: „Das war eine freundliche Person“ oder: „Mir wurde schnell geholfen“.

Smooth Jazz statt der „Kleinen Nachtmusik“

Abschließend gehört zu einer guten Telefonperformance auch eine moderne Telekommunikations-Anlage mit einem professionellen Ansagetext. Dadurch ist die Erreichbarkeit auch außerhalb der Geschäftszeiten gewährleistet oder für den Fall, dass alle Leitungen während der Geschäftszeiten besetzt sind. Nicht zu vergessen auch eine Warteschleife, die den Anrufer bei Laune hält, Ihr möglicherweise „cooles“ Start-Up Unternehmen durch Lounge-Musik angemessen repräsentiert und nicht mit der Digitalversion von „Die kleine Nachtmusik“ Ihren potenziellen Kunden schon vor dem eigentlichen Telefonat vertreibt.

Crowdfunding ist das Modewort in der Startup-Szene. Die Unternehmensgründung einfach online finanzieren lassen, dabei gute Kontakte gewinnen und vielleicht sogar schon die ersten Kunden. Soweit der Traum. Was dahinter steckt und wie junge Unternehmen von Crowdfunding profitieren können, lesen Sie in unserem Blogbeitrag.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding ist eine Möglichkeit um internetbasiert finanzielle Unterstützung zur Realisierung eines Projektes, beispielsweise einer sozialen Idee oder einer Unternehmensgründung zu gewinnen. Die bekanntesten Plattformen, die die Idee und ihre Unterstützer zusammenbringen wollen sind Kickstarter und Startnext. Daneben existieren eine ganze Reihe Plattformen für spezielle Themenbereiche, beispielsweise für Unternehmensgründungen wie Seedmatch oder auch Companisto.

Wie funktioniert Crowdfunding?

Wer Unterstützer für sein Projekt sucht heißt Funder. Der Funder stellt eine ausführliche Beschreibung seines Projektvorhabens auf die Crowdfunding-Plattform und gibt einen Zielbetrag vor, wie viel finanzielle Unterstützung zur Umsetzung des Projektes benötigt wird. Ebenso wird eine Deadline festgesetzt. Nur solange ist das Projekt auf der Plattforum für Spenden geöffnet.

Im Folgenden ist es Aufgabe des Funders so viele Menschen wie möglich über soziale Medien, Mundpropaganda und andere Wege zum Spenden aufzurufen. Spenden finden allerdings zunächst in Form eines sogenannten Pledges (Zusicherung) statt. Ein Unterstützer kann also angeben, dass er bereit ist dem Projekt 100 Euro zu spenden.

Nur wenn das Spendenziel innerhalb der Laufzeit durch die Pledges erreicht wird, werden die Zusicherungen fällig. Wird das Spendenziel nicht erreicht, gehen die Funder leer aus, wird es übertroffen erhalten sie alle Pledges, die gemacht wurden. Dieses System hat zur Folge, dass Menschen viele Projekte unterstützen können, die tatsächliche finanzielle Leistung jedoch nur dann erbracht wird, wenn außerdem noch viele andere Pledger dieses eine Projekt unterstützenswert finden. Gleichzeitig sind die Funder nicht gezwungen halbe Sachen zu machen, wenn sie nur Teilbeträge einsammeln konnten, gegenüber den Spendern dann aber im Zugzwang stehen.

Rewards sind das Dankeschön der Crowdfunding Szene

Gegenüber den Pledgern kann ein Funder je nach Höhe der Spende unterschiedliche Dankeschön-Gesten, sogenannte Rewards, platzieren. Von der namentlichen Nennung auf der Webseite, Gimmicks aus dem Unternehmen oder sonstigen Incentives bis hin zu Unternehmensbeteiligungen für den Pledger ist alles möglich. Die Höhe der Pledges kann sehr unterschiedlich sein, auch sehr kleine Beträge lassen sich pledgen und machen Crowdfunding-Plattformen so erfolgreich.

Wie das Modell Crowdfunding funktioniert ist hier noch einmal visuell dargestellt. Das Video war übrigens selbst ein Crowdfunding-Projekt. (auf Englisch)

Marketing mit Crowdfunding

In einigen Fällen wurden Crowdfunding-Projekte so erfolgreich, dass sie sich viral im Netz verbreiteten. Die Folge: die Fundings wurden noch erfolgreicher und die dahinterstehenden Projekte konnten zusätzlich von einem enormen Marketingvorteil profitieren. Einen solchen Glücksmoment erlebte zum Beispiel Pebble. Das StartUp Unternehmen hatte sich zum Ziel gesteckt auf Kickstarter 100.000 US-Dollar zu sammeln um eine Smartwatch zu bauen. Das war Mitte 2012, als Apple und Samsung ihre eigenen Modelle noch in der Entwicklung hatten. Weil das Projekt Pebble viral wurde sammelte das Unternehmen im Mai 2012 ganze 10 Millionen US-Dollar und brachte das Produkt vor den Platzhirschen Apple und Samsung bereits Anfang 2013 auf den Markt.

Fazit

Auch wenn solche Überflieger-Fälle die Ausnahme darstellen, kann Crowdfunding für StartUps mit interessantem Konzept ein guter Einstieg in die Finanzierung sein oder eine gute zusätzliche Finanzierung, beispielsweise für ein bestimmtes Projekt, darstellen. Der Ausgang ist für StartUps ungewiss, beinhaltet aber praktisch kein Risiko. Denn in der Regel wird man zur Zahlung einer Gebühr durch die Crowdfunding-Plattform nur im Erfolgsfall aufgefordert. Ob ihr Crowdfunding-Projekt dann viral wird, hängt zuletzt nicht nur von der Idee selbst ab, sondern auch davon, wie gut Ihre Marketingkanäle laufen. Ein guter Test für das künftige Daily Business.

Wer ein Unternehmen aufbauen möchte, muss über kurz oder lang Mitarbeiter einstellen. Doch vielen Entrepreneuren kommen dabei große Fragezeichen auf: woher bekomme ich passende Mitarbeiter und wie sorge ich für einen guten Start? Wir geben Tipps auf dem Weg zu Ihrem StartUp-Erfolg.

Mitarbeitersuche

Geeignetes Personal zu finden, ist nicht einfach. Mitarbeiter für ein StartUp zu gewinnen ist umso schwieriger, denn sowohl die Suche als auch das Vorstellungsgespräch gestaltet sich womöglich schwierig. Als Entrepreneur ist es vermutlich wichtig für Sie, möglichst günstige oder kostenlose Recruitingmaßnahmen zu schalten. Zeitungs- und Onlineanzeigen sind aber teuer, genauso wie Gesuche in den bekannten Jobportalen.

Machen Sie sich zunächst klar, wie Ihre Wunschmitarbeiter aussehen. Welche Qualifikationen bringen Sie mit, wie müssen Sie sein, um ins Team zu passen? Gerade bei StartUps nicht einfach, aber absolut notwendig ist es, sich genau zu überlegen, welche Aufgaben die neuen Mitarbeiter übernehmen sollen.

Nutzen Sie für Ihre Rekrutierung alle Kanäle, die Ihnen zur Verfügung stehen. Dazu gehört Ihre Facebook-Seite genauso wie ein Zeitungsbericht, den die lokale Tageszeitung über Ihre Gründung schreibt.

Informieren Sie sich außerdem über kostenlose Jobportale in Ihrer Region. Oftmals bieten Universitäten einen solchen Service für Ihre Absolventen. Auch die Nutzung der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist kostenlos.

Vorstellung und Einstellung

Junge StartUps stehen zumeist vor einem permanenten Geldproblem und sind in Ihrer Entwicklung einmal mehr von jedem einzelnen (noch zu gewinnenden) Kunden abhängig. Das Gehalt, das einem Bewerber angeboten werden kann ist deshalb nicht absolut konkurrenzfähig. Stattdessen sollten Sie sich vorher klarmachen, welche zusätzlichen Incentives Sie bieten können: Mitbestimmung und Freiräume, einzigartige Arbeitsatmosphäre, ein tolles Produkt oder vielleicht sogar Unternehmensanteile.

Auch wenn Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen noch vage sind und Sie sowie Ihre Mitarbeiter am besten ein gewisses Maß an Flexibilität mitbringen: über Chancen, Aufgabenbereiche und auch Risiken sollte gesprochen werden. Ein ehrliches und offenes Gespräch ist hier mehr wert als das Blaue vom Himmel oder die Gefahr wachsender Enttäuschung.

In gerade entstehenden Teams ist es von Vorteil, für ein gutes Onboarding der neuen Mitarbeiter zu sorgen. Manche StartUps leisten sich gleich einen eigenen Feelgood-Manager, der sich um das Teambuilding und die Atmosphäre kümmert. Aber auch ohne einen Bespaßungsposten können Sie einiges tun: eine gute Kommunikation, regelmäßige Team-Events, offenes Feedback und Spaß an der Arbeit sind die besten Voraussetzungen dafür, dass sich mit Ihrem Team bald ein erfolgreiches Unternehmen entwickeln kann.

Vertragsgestaltung

Junge Unternehmen stellen gerne Studierende oder Teilzeitkräfte ein. Dabei wird oft zum Minijob als Vertragsmodell gegriffen, wobei insbesondere ein Werkstudentenvertrag für Arbeitgeber und Arbeitnehmer Vorteile hat und für den Arbeitgeber abgabefrei ist. Genauso sieht es bei Praktikanten aus, die sich ebenfalls in der StartUp-Szene tummeln.

Für besondere Aufgaben, üblicherweise sind Kreativaufgaben gemeint, lohnt auch die Zusammenarbeit mit Freelancern. Auch hier kann eine enge Zusammenarbeit entstehen.

Die Wahl eines geeigneten Vertragsmodells ist also individuell von den Zielen und Wünschen eines StartUps abhängig.

Wichtige Bestandteile, die in jeden Arbeitsvertrag gehören sind unter anderem die Tätigkeitsbeschreibung, sowie eine Vereinbarung zu Probezeit und Kündigungsfristen, die Urlaubs- und Krankenregelung und selbstverständlich die Vergütung. Zusätzlich kann der Arbeitgeber Verpflichtungen des Arbeitnehmers definieren. Viele Unternehmen haben dafür einen Verhaltenskodex oder auch weitere, notwendige Zusatzvereinbarungen wie eine Datenschutzerklärung, die zwar nicht unmittelbarer Vertragsbestandteil, dennoch aber vertragsrelevante Zusätze darstellen können.

Was die Vertragsgestaltung angeht, sollten Sie mögliche Risiken soweit es geht vermeiden und sich kompetent beraten lassen. Neben kostenpflichtigen Beratungen durch Rechtsanwälte kommt dabei auch die kostenlose oder günstige Hilfe durch Existenzgründungs-Beratungen oder Ihre Business Angel infrage. Im Internet finden Sie außerdem eine Vielzahl an Vertragsentwürfen, die Sie entsprechend abändern und nutzen können.

Mehr Infos finden Sie unter anderem auf der Webseite existenzgruender.de des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.