Degressive Abschreibung

3 years ago

Per Abschreibung werden Kosten für einen Gegenstand des Anlagevermögens auf unterschiedliche Perioden verteilt. Die Abschreibungsmethode legt fest in welcher Form dies erfolgt. Meist ist die Art der Abschreibung, die für die Bilanzierung verwendet werden muss vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Anders als bei der linearen Abschreibung, werden die Kosten bei der degressiven Abschreibung nicht gleichmäßig auf seine Nutzungsdauer verteilt. Dies hat den Vorteil, dass Abschreibungsbeträge in den ersten Jahren wesentlich höher sein können, als sie es bei der linearen Abschreibung wären.

Beispiel

Ein Computer im Wert von 1500 Euro wird angeschafft und soll über drei Jahre genutzt werden. Bei der linearen Abschreibung wird das Gerät jährlich mit 500 Euro abgeschrieben. Bei der degressiven Abschreibung dagegen, wird im ersten Jahr ein Prozentsatz des Kaufwertes und in den darauffolgenden Jahren ein Prozentsatz des Restwertes abgeschrieben. So sinkt der Wert des Gegenstandes nie auf null.

Im Falle des Computers würden also beispielsweise im ersten Jahr 20% (300 Euro) abgeschrieben werden. Im zweiten Jahr beträgt der Restwert nun 1200 Euro, davon werden wieder 20% abgeschrieben (240 Euro). Nun beträgt der Restwert noch 960 Euro wovon wieder 20% abgezogen werden, und so weiter. In diesem Fall lohnt sich die degressive Abschreibung nicht, da der Abschreibungsbetrag der linearen Abschreibung höher ist.

Geht es statt dem Computer um eine teure Anlage im Gesamtwert von 50.000 Euro, die über sechs Jahre abgeschrieben werden soll, dann wäre eine degressive Abschreibung von 20% (10.000 Euro) jedoch im ersten Jahr lohnenswerter als eine lineare Abschreibung über fünf Jahre (8.333 Euro).

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