Die Debitorenbuchhaltung ist derjenige Teil der Buchhaltung, der sich mit der Verbuchung von Forderungen für erbrachte Leistungen befasst. Mit Hilfe der Debitorenbuchhaltung gewinnt der Unternehmer einen Überblick darüber, welche Rechnungen bezahlt und welche noch offen sind.
Tipp: Die Buchhaltungssoftware Sage One zeigt automatisch eine Übersicht über unbezahlte Ausgangsrechnungen nach offenem Betrag und Fälligkeit an.

Per Abschreibung werden Kosten für einen Gegenstand des Anlagevermögens auf unterschiedliche Perioden verteilt. Die Abschreibungsmethode legt fest in welcher Form dies erfolgt. Meist ist die Art der Abschreibung, die für die Bilanzierung verwendet werden muss vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Anders als bei der linearen Abschreibung, werden die Kosten bei der degressiven Abschreibung nicht gleichmäßig auf seine Nutzungsdauer verteilt. Dies hat den Vorteil, dass Abschreibungsbeträge in den ersten Jahren wesentlich höher sein können, als sie es bei der linearen Abschreibung wären.

Beispiel

Ein Computer im Wert von 1500 Euro wird angeschafft und soll über drei Jahre genutzt werden. Bei der linearen Abschreibung wird das Gerät jährlich mit 500 Euro abgeschrieben. Bei der degressiven Abschreibung dagegen, wird im ersten Jahr ein Prozentsatz des Kaufwertes und in den darauffolgenden Jahren ein Prozentsatz des Restwertes abgeschrieben. So sinkt der Wert des Gegenstandes nie auf null.

Im Falle des Computers würden also beispielsweise im ersten Jahr 20% (300 Euro) abgeschrieben werden. Im zweiten Jahr beträgt der Restwert nun 1200 Euro, davon werden wieder 20% abgeschrieben (240 Euro). Nun beträgt der Restwert noch 960 Euro wovon wieder 20% abgezogen werden, und so weiter. In diesem Fall lohnt sich die degressive Abschreibung nicht, da der Abschreibungsbetrag der linearen Abschreibung höher ist.

Geht es statt dem Computer um eine teure Anlage im Gesamtwert von 50.000 Euro, die über sechs Jahre abgeschrieben werden soll, dann wäre eine degressive Abschreibung von 20% (10.000 Euro) jedoch im ersten Jahr lohnenswerter als eine lineare Abschreibung über fünf Jahre (8.333 Euro).

Das Verfahren der Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung (DEÜV) ist ein System zur Kommunikation zwischen Arbeitgebern und den Kranken- und Pflegekassen, der Deutschen Rentenversicherung und der Bundesagentur für Arbeit.

Hinweis für Sage One Lohn & Gehalt Kunden: Alle gesetzlichen Meldungen (inkl. aller DEÜV Meldungen) werden mit der Echtabrechnung automatisch erstellt und elektronisch versendet.

Gesetzliche Grundlage bestimmt durch Sozialgesetzbuch und der Sozialversicherung

Näheres zum DEÜV und dem damit verbundenen Meldeverfahren wird in §§ 28a bis 28c Sozialgesetzbuch IV (SGB), in der Verordnung über die Erfassung und Übermittlung von Daten für die Träger der Sozialversicherung (Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung DEÜV) und in den in § 28b Abs. 2 Sozialgesetzbuch IV (SGB) erlassenen Gemeinsamen Grundsätzen der Spitzenorganisationen der Sozialversicherung geregelt.

Träger der Sozialversicherung ist auf Angaben des Arbeitgebers angewiesen

Damit die jeweiligen Träger ihren Aufgaben nachkommen können, benötigen sie von den Arbeitgebern entsprechende Informationen zu den beschäftigten Arbeitnehmern.

Alle Arbeitgeber sind deshalb verpflichtet, über das DEÜV Meldungen über ihre Beschäftigten abzugeben, die Angaben zum Beschäftigungsverhältnis beinhalten. Anhand der Informationen, die hierbei übermittelt werden, stellen die beteiligten Träger beispielsweise die Sozialversicherungspflicht eines Dienstverhältnisses fest oder berechnen die Ansprüche und Leistungen der Beschäftigten.

Neben den persönlichen Daten des Beschäftigten werden in der Akte des Beschäftigten auch dessen Sozialversicherungsnummer und die Betriebsnummer des Arbeitgebers gespeichert.

Meldetatbestände

Grundsätzlich meldet der Arbeitgeber alle relevanten Informationen zum Beschäftigungsverhältnis, die zur Feststellung des Versicherungsschutzes und zur Erbringung von Leistungen für den Beschäftigten notwendig sind. Bei jeder Meldung, die über DEÜV versendet wird, verwendet der Arbeitgeber eine zweistellige Nummer, den sogenannten Abgabegrund. Der Abgabegrund ist jeweils an einen Meldetatbestand geknüpft.

Dazu gehören die Anmeldung oder Abmeldung bei Beginn und Ende eines Beschäftigungsverhältnisses, sowie die in einigen Branchen vorgeschriebene Sofortmeldung. So kann sichergestellt werden, dass der Beschäftigte korrekt versichert ist und kein Verdacht auf Schwarzarbeit entsteht.

Darüber hinaus sind Arbeitgeber verpflichtet dafür Sorge zu tragen, dass die gespeicherten Daten zu seinen Beschäftigten stets aktuell sind. Ändert beispielsweise ein Beschäftigter seinen Namen, ist dies per Änderungsmeldung anzugeben.

Unterbrechungsmeldungen werden gesendet, wenn ein Arbeitsverhältnis vorübergehend unterbrochen wird, beispielsweise wegen Mutterschutz oder Elternzeit.

In Jahresmeldungen und Sondermeldungen informiert der Arbeitgeber die Versicherungsträger über das gezahlte Arbeitsentgelt oder eventuelle einmalige Zahlungen an seinen Beschäftigten.

Befindet sich ein Arbeitgeber im Insolvenzverfahren und führt dies zu einer Veränderung im Beschäftigungsverhältnis, sind gesonderte Abmeldungen oder Jahresmeldungen, die Meldungen in Insolvenzfällen, abzugeben.

Format der DEÜV-Meldung

Zu jeder Meldung und dem entsprechenden Meldetatbestand gibt es einen zweistelligen numerischen Code, den Abgabegrund, beziehungsweise die Schlüsselzahl. Meldet der Arbeitgeber beispielsweise den Beginn einer Beschäftigung wird der Abgabegrund „10 – Anmeldung wegen Beginn einer Beschäftigung” eingetragen. Nach gleichem Prinzip funktionieren auch alle anderen Meldungen per DEÜV.

Eine vollständige Liste aller Meldetatbestände und der dazugehörigen Abgabegründe lässt sich über die Deutsche Rentenversicherung beziehen.

Erhält ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber einen Dienstwagen, der auch zur privaten Nutzung vorgesehen ist, handelt es sich um einen Sachbezug. Da der Sachbezug monatlich einen Wert von 44 Euro (44 Euro Freigrenze) klar übersteigt, ist er lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.

Dies ist auch der Fall, wenn der Arbeitnehmer das Fahrzeug in Wirklichkeit nicht privat nutzt, ihm dies aber gestattet wäre.

Ausnahmeregelung

Hat der Arbeitgeber lediglich die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genehmigt, liegt in diesem Sinne noch keine Privatnutzung vor. Das hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil entschieden.

Wird einem Arbeitnehmer ein Fahrzeug ausschließlich dienstlich und zur Fahrt zur Arbeitsstätte bereitgestellt, wird der geldwerte Vorteil hieraus gesondert ermittelt.

Besteuerung: Listenpreismethode

Die Besteuerung eines Dienstwagens, der zur Privatnutzung überlassen wurde, erfolgt mit der sogenannten Listenpreismethode, auch 1%-Methode genannt.

Hierbei wird der deutsche Bruttolistenpreis des Fahrzeugs auf volle 100 Euro gerundet. Der geldwerte Vorteil, den ein Arbeitnehmer durch die Nutzung des Fahrzeugs hat, beträgt dann pauschal 1% des gerundeten Bruttolistenpreises. Auf diesen Betrag fallen Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge an.

Wie viele Kilometer mit dem Fahrzeug tatsächlich zurückgelegt werden, ist dabei unerheblich.

Da bei Sachbezügen der Abgabewert zur steuerlichen Berechnung maßgeblich ist, spielt der tatsächliche Verkaufspreis des Fahrzeugs, den beispielsweise der Arbeitgeber aufgewendet hat, keine Rolle.

Besteuerung: Fahrtenbuchmethode

Alternativ kann die Berechnung des geldwerten Vorteils auch über die Fahrtenbuchmethode erfolgen. Dabei muss der Fahrer des Fahrzeugs ein Fahrtenbuch führen. Das Fahrzeug wird im Unternehmen als Kostenstelle geführt und für die einzelnen Fahrten wird ein individueller Kilometersatz per Einzelkostennachweis aufgeführt.

Der Kilometersatz errechnet sich aus den Kosten, die für das Fahrzeug im Jahr aufgewendet wurden (beispielsweise Reparatur, Treibstoff, Versicherung, Steuer) geteilt durch die Jahresfahrleistung.

Um den geldwerten Vorteil zu ermitteln, wird nun die Kilometeranzahl der Privatfahrleistung bzw. den Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit dem Kilometersatz multipliziert.

Direct Costing ist die einfachste – und grundlegende – Form der Deckungsbeitragsrechnung.

Der Deckungsbeitrag ist eine wichtige unternehmerische Kenngröße. Man versteht darunter den Teil des Umsatzes, der zur Deckung der Fixkosten übrigbleibt, wenn man die variablen Kosten vom Umsatz subtrahiert. Zieht man nun vom Deckungsbeitrag die Fixkosten ab, erhält man den Gewinn.

Das folgende Beispiel sollte das Konzept verdeutlichen: Maja S. verkauft in ihrem Onlineshop T-Shirts, die sie mit selbstdesignten Mustern bedruckt. 2014 verkaufte sie 500 T-Shirts. Ein T-Shirt kostete in diesem Jahr in Majas Shop 39 Euro. Sie machte also einen Jahresumsatz von 19.500 Euro. Im Einkauf kostete sie ein T-Shirt 15 Euro, hinzu kamen Kosten für Farbe in Höhe von 0,50 Euro pro T-Shirt. Maja hatte also 2014 variable Kosten von 15,50 x 300 = 4.650 Euro. Der Deckungsbeitrag für das Jahr 2014 beträgt also 19.500-4.650=14.850 Euro. Dieser Betrag muss ausreichen, um Majas Fixkosten zu decken, wenn ihr Unternehmen in diesem Jahr profitabel gewesen sein soll.
Wie hoch waren Majas Fixkosten? Für die Nutzung ihres Online-Shop-Systems zahlte sie 15 Euro im Monat, für die Mitbenutzung einer Druckmaschine eine Pausche von 45 Euro im Monat. Sie hatte also im Jahr 2014 Fixkosten von 60*12=720 Euro. Zieht man diesen Betrag vom Deckungbeitrag (14.850 Euro) ab, bleibt ihr ein Gewinn von 14.130 Euro.