Eigenkapital sind alle Mittel, welche die Eigentümer selbst ihrem Unternehmen unbefristet zur Verfügung stellen. Anders als z. B. ein Kredit muss Eigenkapital nicht zurückgezahlt werden. Eine Möglichkeit, das Eigenkapital des Unternehmens zu erhöhen, besteht für die Eigentümer darin, Gewinne nicht abzuschöpfen, sondern im Unternehmen zu belassen. Die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital eines Unternehmens, ist eine interessante betriebswirtschaftliche Kennzahl und gibt Auskunft darüber, was das Unternehmen den Marktrisiken, denen es ausgesetzt ist, entgegenzusetzen hat – und damit z. B. über seine Kreditwürdigkeit oder, im Fall eines Startups, wie sinnvoll es ist, das Unternehmen zu fördern.

Die Eigenkapitalquote beschreibt den relativen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital. Anhand der Eigenkapitalquote kann somit die finanzielle Unabhängigkeit eines Unternehmens bewertet werden. Demgegenüber steht das Fremdkapital.

In der Buchhaltung (auch: Buchführung) werden betriebswirtschaftliche Geschäftsvorfälle innerhalb eines Unternehmens (z.B. Einkauf, Lohnzahlung, Verkauf, Wertminderung von Vermögen etc.) in chronologischer Reihenfolge dokumentiert. Diese Buchführung ist Basis für die Ermittlung von Gewinn und dem Jahresabschluss.

Vielfach wird angenommen, dass Buchhaltung ein umständliches Unterfangen sei. Sage hat deshalb eine Buchhaltung entwickelt, die einfach ist und mit der sich ohne besondere Vorkenntnisse arbeiten lässt. Die einfache Buchhaltung mit Sage One richtet sich an Selbstständige, Freelancer, Existenzgründer (Startups) sowie Kleinunternehmer mit nicht mehr als 20 Mitarbeitern. Dank der komfortablen Gestaltung der Software, dem einfachen Zugriff online und den zahlreichen Schnittstellen wird Buchhaltung mit Sage One so einfach wie noch nie.

Einnahmen sind einmalige oder wiederkehrende Betriebseinnahmen aus unternehmerischer Tätigkeit. Einnahmen können als Geld- oder Güterzufluss entstehen. Ausgaben sind demgegenüber Betriebsausgaben, wenn sie zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs dienen. Betriebseinnahmen und -ausgaben sind in der Buchhaltung zu erfassen.

ELStAM, die Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale, ist ein Datenaustauschverfahren und Teil der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung. Mit Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte wurden auch die Angaben, die sich zuvor auf der Vorderseite der gedruckten Lohnsteuerkarte befanden, in das Verfahren der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung integriert.

In Sage One Lohn & Gehalt ist ELStAM bereits voll integriert. Alle Daten werden automatisch abgerufen und stehen in Sage One bereit.

Arbeitgeber hat elektronischen Zugriff auf Lohnsteuerkarte

Diese Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) sind nun in der ELStAM-Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern (BSt) gespeichert und können dort vom Arbeitgeber elektronisch abgerufen werden. So hat der Arbeitgeber für seine Lohnbuchführung alle notwendigen Informationen vorliegen, um den Lohnsteuerabzug vorzunehmen.

Welche Daten werden gespeichert?

In den ELStAM werden neben den Stammdaten des Arbeitnehmers und seiner Steueridentifikationsnummer auch dessen Steuerklasse, zu berücksichtigende Kinder und Kinderfreibeträge sowie alle weiteren relevanten Lohnsteuerabzugsmerkmale gespeichert.

Dazu gehören beispielsweise Angaben zum Arbeitsverhältnis, die Zugehörigkeit zu einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft (Kirchensteuer), sowie Informationen zum Familienstand und die Steueridentifikationsnummern des Ehegatten und der Kinder des Arbeitnehmers.

Mit der elektronischen Signatur kann der Urheber einer Sache seine Authentifikation in elektronischer Form abgeben, ohne dabei eine physische Unterschrift zu leisten. Mithilfe der elektronischen Signatur soll die Identität des Urhebers einwandfrei festgestellt werden, sodass die Echtheit der verknüpften Informationen gewährleistet werden kann.

Das Signaturgesetz (SigG) schafft die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz der elektronischen Signatur sowie die Anforderungen an die Zertifizierungen. Laut bürgerlichem Recht kann die elektronische Signatur dort als Alternative genutzt werden, wo gesetzlich die Schriftform vorgesehen ist.

ELSTER steht für Elektronische Steuererklärung und ist ein System der deutschen Finanzämter zum Austausch zwischen Bürgern bzw. Unternehmen und der Steuerverwaltung. Dazu gehört auch die elektronische Abgabe der Steuererklärung.

Die Finanzämter bieten im Rahmen von ELSTER das sogenannte ElsterFormular als offizielles Steuererklärungsprogramm an. Damit lassen sich Einkommenssteuererklärung, Umsatzsteuererklärung und Gewerbesteuererklärung am eigenen Computer erstellen und elektronisch über das Internet an das zuständige Finanzamt senden und elektronisch unterschreiben.

Mit der Zusatzfunktion EÜR für die Einnahmen/Überschuss-Rechnung ist es vielen Gewerbetreibenden möglich, eine komplett papierlose Steuererklärung abzugeben.

Über das Portal ElsterOnline sind die Dienstleistungen der Finanzämter über das Internet erreichbar.

Neben ElsterFormular gibt es Softwareprodukte von Drittanbietern, die das Softwaremodul ELSTER der Finanzämter nutzen. So können Sie auch mit Sage One flexibel auf die ELSTER Funktionen zugreifen.

Eltern haben nach Ablauf der Mutterschutzfrist einen gemeinsamen dreijährigen Anspruch auf Elternzeit. Während der ersten 14 Monate der Elternzeit, also bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes, kann einer der beiden Arbeitnehmer Elterngeld beziehen.

Vorgängerleistungen und Elterngeld Plus

Es handelt sich um eine Sozialleistung, die durch das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) festgelegt wurde. Die neue Regelung gilt für Kinder, die ab 2007 geboren wurden. Für zuvor geborene Kinder wurde das Erziehungsgeld angewandt.

Seit 2015 gilt zudem die Regelung zum Elterngeld Plus und gilt für Eltern, deren Kinder am dem 01.07.2015 geboren werden. Eltern können sich entscheiden, ob sie das klassische Elterngeld oder das Elterngeld Plus in Anspruch nehmen möchten. Das Elterngeld Plus ermöglicht eine flexiblere Regelung und Verteilung auf die Elternzeit, in der Elterngeld bezogen werden kann. Denn es kann bis zu 28 Monate bezogen werden, also doppelt so lange, beträgt dabei aber nur die Hälfte des klassischen Elterngeldes. Im Gegenzug dürfen die beziehenden Elternteile bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten.

Arbeiten beide Elternteile 25 bis 30 Stunden pro Woche, gilt bei Bezug des Elterngeld Plus zusätzlich der Partnerschaftsbonus. So erhalten beide Elternteile für vier weitere Monate Elterngeld Plus.

Elterngeld ist steuerfrei

Das Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung, die während der Elternzeit gezahlt wird. Lohnersatzleistungen sind steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt.

Anspruch auf Elterngeld

Der Anspruch auf Elterngeld ist an die Elternzeit gebunden. Genau wie auch bei der Elternzeit, gilt der Anspruch auf das Elterngeld pro Kind und für beide Elternteile gemeinsam. Welcher der beiden Elternteile das Elterngeld erhält, kann frei gewählt und auch gewechselt werden. Voraussetzung ist, dass sich der jeweilige Elternteil in Elternzeit befindet.

Das Elterngeld muss durch den Arbeitnehmer beantragt werden und wird nicht automatisch während der Elternzeit gezahlt.

Wer Elterngeld bezieht, darf maximal 30 Stunden pro Woche erwerbstätig sein und bedarf unter Umständen der Genehmigung des Arbeitgebers, falls die Erwerbstätigkeit in einem anderen Unternehmen ausgeübt werden soll.

Höhe des Elterngeldes

Das Elterngeld wird anhand des durchschnittlichen Einkommens vor der Geburt des Kindes berechnet. Es beträgt in der Regel zwischen 65-67% des Einkommens der 12 Monate vor der Geburt.

Es beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro. Wird neben dem Elterngeld zeitgleich auch Mutterschaftsgeld bezogen, wird es auf das Elterngeld angerechnet.

Ein Arbeitnehmer genießt einen arbeitsrechtlichen Anspruch auf Freistellung von der Arbeit nach der Geburt eines eigenen Kindes. Für die Mutter gilt bis acht Wochen nach der Geburt die gesetzliche Mutterschutzfrist. Nach dieser Zeit können Mutter oder Vater erneut freigestellt werden und in Elternzeit gehen (früher auch Erziehungsurlaub genannt).

Der Anspruch auf Elternzeit ist gesetzlich im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) festgeschrieben.

Anspruch auf Elternzeit

Einen Anspruch auf Elternzeit haben Eltern nach der Mutterschutzfrist, wenn es sich um ein eigenes Kind handelt oder das Kind eines Ehepartners oder Lebenspartners, wenn das Kind im gleichen Haushalt lebt und vom Arbeitnehmer betreut und erzogen wird.

Möchte ein Arbeitnehmer Elternzeit nehmen, so muss das dem Arbeitgeber unmittelbar nach Geburt bzw. Mutterschutzfrist mitgeteilt werden.

Dauer

Die Elternzeit ist auf maximal drei Jahre pro Kind begrenzt und kann bis zum vollendeten dritten Lebensjahres des Kindes andauern. Die Elternzeit kann von den beiden Elternteilen anteilig, allein oder gemeinsam genommen werden. Ferner ist es möglich, die Elternzeit in Abschnitte (maximal vier) aufzuteilen.

So können beispielsweise beide Elternteile zunächst für ein halbes Jahr gemeinsam und dann aufeinander folgend je ein Jahr Elternzeit nehmen. Damit wurde der Anspruch auf eine dreijährige Elternzeit komplett ausgeschöpft.

Wird eine Elternzeit von beispielsweise einem Jahr angetreten und soll diese verlängert werden, bedarf dies der Zustimmung des Arbeitgebers.

Zuverdienst während der Elternzeit

In den ersten 14 Monaten der Elternzeit kann der Arbeitnehmer Elterngeld beziehen.

Ein Arbeitnehmer in Elternzeit der Elterngeld bezieht, darf maximal 30 Stunden pro Woche erwerbstätig sein und bedarf unter Umständen der Genehmigung des Arbeitgebers, falls die Erwerbstätigkeit in einem anderen Unternehmen ausgeübt werden soll.

Teilzeitarbeit statt Elternzeit

Ist ein Arbeitnehmer berechtigt Elternzeit zu nehmen, kann er stattdessen auch eine Verringerung der Arbeitszeit beantragen. Hierfür gelten die üblichen Regelungen für Teilzeitarbeit, wenn der Arbeitnehmer eine Verringerung auf 15 bis 30 Wochenstunden vorschlägt.

Auswirkungen auf Arbeitsverhältnis und Urlaubsanspruch

Ein Arbeitnehmer in Elternzeit darf nur in Ausnahmefällen gekündigt werden. Das Arbeitsverhältnis läuft während der Elternzeit weiter, sodass ein befristetes Arbeitsverhältnis nicht wegen der Elternzeit verlängert wird. Die Elternzeit hat keinen Einfluss auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Arbeitnehmer nach der Elternzeit wieder zu beschäftigen, wobei der Mitarbeiter auch an einer neuen Stelle eingesetzt werden darf.

Der Arbeitgeber ist berechtigt, den Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers in Elternzeit zu kürzen, und zwar um 1/12 pro Kalendermonat.

Krankenversicherung

Ein Arbeitnehmer in Elternzeit, der zuvor gesetzlich krankenversichert war, bleibt während der Elternzeit beitragsfrei versichert.