Forderungen sind die auf der Aktivseite einer Bilanz ausgewiesenen Ansprüche an Unternehmen oder Personen. Eine Forderung bindet Kapital an erwartete Zahlungseingänge und ist deshalb ein Vermögensgegenstand. Dieser unterliegt jedoch dem Risiko des vollständigen Ausfalls. Die Forderungen sind in der Jahresbilanz gegliedert auszuweisen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind finanzielle Ansprüche gegenüber eines Dritten, zum Beispiel eines Kunden, die durch den Verkauf einer Ware oder einer Leistung mit Zahlungsziel entstanden sind. Im allgemeinen Sinne handelt es sich also um noch offene Rechnungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilden auch ein aktives Bestandskonto im Rechnungswesen.

Beispiel

Herr Müllers Unternehmen „MobilZu” ist ein Händler für Autozubehör und hat gerade einen Vertrag mit dem lokalen Paketauslieferer „Postfix” geschlossen. Es geht um die Ausstattung der bestehenden Automobilflotte mit Navigationsgeräten. Nachdem Herr Müller und seine Kollegen in drei Dutzend Fahrzeugen ein Navigationsgerät installiert haben, kann MobilZu an Postfix eine Rechnung senden. Diese führt MobilZu in seiner Bilanzgliederung unter dem Posten Umlaufvermögen auf der Aktivseite als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf.

Dort werden alle Zugänge, Abgänge und Wertminderungen von Forderungen erfasst. Zugänge sind in diesem Sinne Forderungen, die gestellt werden, Abgänge sind Forderungen, die erfüllt wurden. Wertminderungen entstehen, wenn eine Forderung ganz oder teilweise nicht erbracht wird, weil der Kunde insolvent ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Vermögenswerte, denn sie entstehen durch Verkauf einer Ware oder einer Leistung auf Kredit. Es handelt sich also um ein Vermögen, das dem Unternehmen vertraglich noch zusteht.

MobilZu und Postfix haben sich auf ein Zahlungsziel von 60 Tagen geeinigt. Das heißt postifx hat nach Erhalt der Rechnung 60 Tage Zeit um die Leistung zu bezahlen, die von MobilZu bereits erbracht wurde. Im buchhalterischen Sinne fand der Verkauf deshalb auf Kredit statt.

In der Bilanz werden sie auf der Sollseite eingetragen. Sobald die Zahlung eingegangen ist, wird der Kassenstand belastet und den Forderungen eine Gutschrift gebucht.

MobilZu und Postfix verbindet bereits eine langfristige Geschäftsbeziehung und beiden Unternehmen geht es wirtschaftlich gut, sodass Postfix das Zahlungsziel innerhalb der Frist erfüllt. MobilZu kann dies nun als Abgang auf dem Konto der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen buchen und muss so glücklicherweise keine Wertminderung eintragen.

Ein Freibetrag in der Lohnabrechnung ist ein Betrag, für den keine Lohnsteuer anfällt. Freibeträge sind Teil der Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) und werden so beim Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber berücksichtigt. Es existieren unterschiedliche Formen des Freibetrages in der Lohnabrechnung, die jeweils unterschiedlich hoch sind und nach den Merkmalen des Arbeitnehmers individuell anfallen können.

Freibeträge (Beispiele)

Der Grundfreibetrag gilt für alle Arbeitnehmer und liegt derzeit bei 8.652 Euro (2016). Durch diesen lohnsteuerfreien Teil des Jahreseinkommens soll sichergestellt werden, dass das Existenzminimum eines Arbeitnehmers nicht besteuert wird.

Der Kinderfreibetrag entlastet Arbeitnehmern mit Kindern und liegt derzeit bei 4.608 Euro im Jahr (2016).

Weitere Freibeträge gelten für nebenberufliche Tätigkeiten, wenn es sich um künstlerische Tätigkeiten handelt, soziale Pflegetätigkeiten oder um eine Beschäftigung als Übungsleiter, Ausbilder oder Erzieher. Der Freibetrag liegt derzeit bei 2.400 Euro (seit 2013). Andere nebenberufliche Tätigkeiten, die jedoch in einer Organisation gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke, oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts durchgeführt werden, sind bis zu 720 Euro (seit 2013) im Jahr steuerfrei.

Ein Freibetrag beim Lohnsteuerabzug ist ein Betrag, für den keine Lohnsteuer anfällt. Freibeträge sind Teil der Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) und werden daher beim Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber berücksichtigt. Es existieren in der Lohnabrechnung unterschiedliche Formen des Freibetrages, die jeweils unterschiedlich hoch sind und nach den Merkmalen des Arbeitnehmers individuell anfallen können.

Beispiele für Freibeträge

Der Grundfreibetrag gilt für alle Arbeitnehmer und liegt derzeit bei 8.652 Euro (2016). Durch diesen lohnsteuerfreien Teil des Jahreseinkommens soll sichergestellt werden, dass das Existenzminimum eines Arbeitnehmers nicht besteuert wird.

Der Kinderfreibetrag entlastet Arbeitnehmern mit Kindern zusätzlich und liegt derzeit bei 4.608 Euro im Jahr (2016).

Weitere Freibeträge gelten für nebenberufliche Tätigkeiten, allerdings nur, wenn es sich hierbei um künstlerische Tätigkeiten handelt, soziale Pflegetätigkeiten oder um eine Beschäftigung als Übungsleiter, Ausbilder oder Erzieher. Der Freibetrag liegt derzeit bei 2.400 Euro (seit 2013). Andere nebenberufliche Tätigkeiten, die jedoch in einer Organisation gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke, oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts durchgeführt werden, sind bis zu 720 Euro (seit 2013) im Jahr steuerfrei.

Das Fremdkapital bezeichnet die in einer Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten und Rückstellungen eines Unternehmens. Diese Schulden können sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich entstanden sein. Dem Fremdkapital steht das Eigenkapital gegenüber.

Fremdkapital wird in der Regel für die Finanzierung eines Unternehmens eingesetzt. Dabei fungiert der Fremdkapitalgeber lediglich als Gläubiger, er ist somit nicht am Unternehmen beteiligt und stellt diesem Kapital zur Verfügung.

Unter einer Frist versteht man einen Zeitraum, innerhalb dessen eine bestimmte Handlung vorzunehmen ist. Fristen werden per Gesetz, vertraglich oder auf richterliche Anordnung bestimmt. Mit der Nichteinhaltung einer Frist sind verschiedene Rechtsfolgen verbunden, wie beispielsweise der Ausschluss der Geltendmachung bestimmter Rechte oder die Verhängung von Zwangsmaßnahmen. Beim Versäumen von Abgabe- oder Zahlfristen, etwa bei der Lohnsteuer-, der Vorsteuer- oder der Umsatzsteuerfrist, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag oder eine Geldbuße festsetzen.