Ein Arbeitnehmer, der regelmäßig nicht mehr als 450 Euro im Monat verdient, geht einer geringfügigen Beschäftigung nach, denn sein Gehalt liegt unter der Geringfügigkeitsgrenze. Seit 2013 liegt diese bei 450 Euro (vorher 400 Euro) pro Monat. Eine Beschäftigung, deren regelmäßiges Einkommen innerhalb der Geringfügigkeitsgrenze liegt, ist nicht sozialversicherungspflichtig.

Minijob

Eine geringfügige Beschäftigung, auch als Minijob bezeichnet, wird pauschal besteuert. Der Arbeitnehmer selbst zahlt keine Lohnsteuer und keine Beiträge in die Sozialversicherung, ist aber versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Auf Antrag können sich Minijobber von dieser Versicherungspflicht befreien lassen.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Wird die Geringfügigkeitsgrenze überschritten, ist das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig. Ein Arbeitnehmer, der über 450 Euro, aber nicht mehr als 850 Euro verdient, befindet sich in der sogenannten Gleitzone, auch als Midijob bezeichnet. Eine Beschäftigung in der Gleitzone ist versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege-, und Arbeitslosenversicherung.

Um steuerliche Nachteile für Arbeitnehmer zu vermeiden deren Gehalt das eines Minijobbers nur minimal übersteigt, steigt die Lohnsteuer innerhalb der Gleitzone analog zum Arbeitsentgelt an.

Ab einem monatlichen Gehalt von 850 Euro findet dann die normale Lohnsteuer- und Sozialversicherungsregelung ihre Anwendung.

Ausnahme

Die Geringfügigkeitsgrenze gilt nicht für Auszubildende, auch dann nicht, wenn die Vergütung im Bereich der Geringfügigkeit liegt.

Unter einer Gesellschaftsform versteht man die Rechtsform, unter der sich Personen zum gemeinsamen Betrieb von Handelsgeschäften in Gesellschaften zusammengeschlossen haben. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Personengesellschaften wie der GbR oder der oHG, bei denen die Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen haften, und Kaptialgesellschaften wie beispielsweise der GmbH, bei denen die Gesellschaft haftbar ist und nicht die Gesellschafter, und bei denen jeder Gesellschafter lediglich das Kapital aufs Spiel setzt, das er ins Unternehmen eingebracht hat. Die Wahl der Gesellschaftsform hat wirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Folgen. Entscheidend für die Wahl sind die unterschiedlichen Ausgestaltungen bezüglich der Haftung, des Gründungsaufwands wie etwa das Erstellen eines Gesellschaftsvertrages, die notarielle Form, die steuerlichen Auswirkungen sowie Fragen der Kapitalbeschaffung.

Im betriebswirtschaftlichen Sinne beschreibt der Begriff Gewinn zumeist den Unternehmensgewinn, der sich aus dem Unternehmensergebnis bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt. Hier werden Erträge und Aufwendungen gegeneinander aufgerechnet.

Daneben gibt es den sogenannten Betriebsgewinn (auch: Betriebsergebnis), der aus Erlösen und Kosten eines festgelegten Zeitraumes errechnet wird. Der Unternehmensgewinn weniger dem Betriebsgewinn beschreibt den sogenannten neutralen Gewinn (auch: neutrales Ergebnis).

Die GKV-Monatsmeldung ist eine Information, die ein Arbeitgeber über das DEÜV-Meldeverfahren an die Träger der Sozialversicherung zu erbringen hat, falls von der Krankenkasse angefordert. Die Krankenkasse stellt mithilfe der Informationen aus der GKV-Monatsmeldung fest, ob ein Arbeitnehmer, der mehreren Beschäftigungen nachgeht, mit seinem Lohn die Beitragsbemessungsgrenzen eventuell überschreitet.

DEÜV

Das Verfahren der Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung (DEÜV) soll die Kommunikation von Informationen über beschäftigte Arbeitnehmer zwischen Arbeitgebern und den Kranken- und Pflegekassen, der Deutschen Rentenversicherung und der Bundesagentur für Arbeit vereinfachen.

Leistungsermittlung und Prüfung der Versicherungspflicht durch DEÜV

Alle Arbeitgeber sind verpflichtet, über das DEÜV Meldungen über ihre Mitarbeiter abzugeben. Anhand der Meldungen stellen die beteiligten Träger beispielsweise die Sozialversicherungspflicht eines Dienstverhältnisses fest oder berechnen die Ansprüche und Leistungen der Beschäftigten.

Dazu gehören An– und Abmeldungen in der Sozialversicherung, Aktualisierungen der Stammdaten der Beschäftigten, regelmäßige Informationen zum ausbezahlten Gehalt und Unterrichtung über die Unterbrechung eines Beschäftigungsverhältnisses, beispielsweise durch Elternzeit.

Funktion der GKV-Monatsmeldung

Die GKV-Monatsmeldung dient zur Prüfung der Beitragsbemessungsgrenzen bei Beschäftigten, die in mehreren versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnissen stehen. Falls von der Krankenkasse angefordert, muss der Arbeitgeber die GKV-Monatsmeldung über den fraglichen Zeitraum erbringen.

Die Krankenkasse stellt dann fest, ob die regelmäßigen und einmalig erhaltenen Arbeitsentgelte die Beitragsbemessungsgrenzen überschreiten und der Beschäftigte so neu einzustufen wäre. Das Ergebnis teilt die Krankenkasse dem Arbeitgeber mit.

Abgabegrund

Eine Meldung per DEÜV erfolgt jeweils mit einer zweistelligen Nummer, dem Abgabegrund. Die GKV-Monatsmeldung wird mit dem Abgabegrund „58 – GKV-Monatsmeldung” versandt.

Ein Arbeitnehmer ist in der sogenannten Gleitzone beschäftigt, wenn sein monatlich erzieltes Arbeitsentgelt regelmäßig zwischen 450,01 Euro bis 850,00 Euro liegt. Analog zu den sogenannten Minijobs, deren Arbeitsentgelt maximal 450 Euro beträgt, wird der Gleitzonenfall auch als Midijob bezeichnet.

Hinweis für Sage One Lohn & Gehalt Kunden: Die Gleitzone wird automatisch durch Sage One errechnet und die nötigen Einstellungen vorgenommen.

Jobs in der Gleitzone sind versicherungspflichtig

Eine Beschäftigung, bei der monatlich 450 Euro (Minijob) oder weniger verdient wird, kann als geringfügige Beschäftigung von der Sozialversicherungspflicht befreit werden. Für den Minijobber fallen ohnehin keine Beiträge an. Eine Beschäftigung in der Gleitzone (Midijob) ist dagegen versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege-, und Arbeitslosenversicherung.

Ermäßigter Beitrag zur Sozialversicherung

Für Arbeitnehmer in der Gleitzone ist der Beitrag zur Sozialversicherung jedoch reduziert und abhängig vom Arbeitsentgelt. Der Sozialversicherungsbeitrag steigt zusammen mit dem erzielten Gehalt an. Damit wird verhindert, dass Arbeitnehmer, deren Arbeitsentgelt geringfügig über dem eines Minijobbers liegt, benachteiligt werden, indem sie hohe Beiträge zur Sozialversicherung zahlen und somit weniger Netto-Einkommen erhalten als der nicht sozialversicherungspflichtige Minijobber.

Verdient ein Arbeitnehmer 450,01 Euro, so sind etwa 15% an die Sozialversicherung zu entrichten. Verdient der Arbeitnehmer 850 Euro, so ist der volle Arbeitnehmerbeitrag von etwa 20% zu entrichten. Der genaue Beitrag kann mit dem Gleitzonenrechner der Knappschaft Bahn See errechnet werden:

https://www.kbs.de/DE/Service/Gleitzone/node.html

Die Gleitzonenregelung hat keinen Einfluss auf die Beitragszahlung des Arbeitgebers. Dieser hat unabhängig davon immer den vollen Beitrag zu entrichten.

Ausnahmen

Ausgenommen von der Gleitzonenregelung sind Auszubildende, sowie Teilnehmer des freiwilligen ökologischen oder sozialen Jahrs (FÖJ, FSJ) und des Bundesfreiwilligendienst.

Übt ein Mitarbeiter mehrere Beschäftigungen aus, so ist das insgesamt monatlich erzielte Arbeitsentgelt maßgebend.

Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) sind Regeln der Rechnungslegung und Buchführung. Sie ergeben sich aus gesetzlichen Vorgaben im Handelsgesetzbuch und zusätzlich aus den Empfehlungen der Wirtschaftsverbände, der Wissenschaft und aus Erfahrungen der Praxis.

Die GoB bilden die Grundlage für die Bilanzierung. Sie sind bei der Erstellung des Jahresabschlusses zu beachten und haben das Ziel, mit Hilfe gesicherter Standards zu gewährleisten, dass der Jahresabschluss seinen Zweck erfüllt.

Nicht alle Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sind gesetzlich niedergeschrieben, dennoch sind sie bindend. Es handelt sich dabei deshalb um einen sogenannten unbestimmten Rechtsbegriff. Das heißt, im Falle von Gesetzeslücken oder im Zweifel gelten die nicht gesetzlich festgelegten Prinzipien. Diese leiten sich in den meisten Fällen aus Wissenschaft und Praxis ab.
Wichtige Regelungen der GoB, die sich aus dem Handelsgesetzbuch (HGB) ergeben, sind beispielsweise die Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanzierung sowie deren vollständige und wahrheitsgemäße Aufstellung.

Die Abkürzung GoBD bezeichnet eine Richtlinie des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) mit dem Namen „Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“. Die Richtlinie setzt die Anforderungen des BMF an eine digitale Buchführung um und liefert Unternehmen so rechtliche Klarheit über den Umgang mit IT-gestützter Buchhaltung.

GoBD wurde durch ein Schreiben des BMF im November 2014 veröffentlicht und gilt
seit dem 31.12.2014. Die Vorgaben des BMF regeln insbesondere die Datensicherheit und Ordnungsmäßigkeit bei der elektronischen Buchhaltung sowie die Anforderungen an die Verfahrensdokumentation.

Die GoBD kann hier angesehen und heruntergeladen werden.

Der Grundfreibetrag ist ein Teil des zu versteuernden Einkommens, auf das keine Steuern anfallen. So wird sichergestellt, dass ein zum Leben notwendiges Existenzminimum nicht durch die Einkommenssteuer vermindert wird.

Im Jahr 2016 beträgt der Grundfreibetrag 8.652 Euro pro Jahr (Ledige) und 17.304 Euro (gemeinsam veranlagte Ehepaare).

Keine Steuerpflicht dank Grundfreibetrag

Liegt der Jahresverdienst (Arbeitsentgelt und sonstiges Einkommen, bspw. Kapitalerträge) abzüglich der tatsächlichen Werbungskosten unter dem Grundfreibetrag, müssen keine Steuern gezahlt werden.

NV-Bescheinigung

Beim zuständigen Finanzamt kann zudem eine Nicht-Veranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) beantragt werden, die bestätigt, dass voraussichtlich keine Veranlagung zur Einkommenssteuer erfolgt.

Bei Vorlage der NV-Bescheinigung bei der Bank des Arbeitnehmers entfällt auf dessen Kapitalerträge zudem keine pauschale Abgeltungssteuer. Es muss dann kein Freistellungsauftrag gestellt werden

Geltung

Der Grundfreibetrag gilt für Arbeitnehmer, Selbständige, Auszubildende und Rentner.

Beispiel

Mirko hat einen Nebenjob, bei dem er monatlich 600 Euro verdient (Jahreslohn = 7200,00 Euro) Außerdem hat er einen festverzinslichen Sparplan abgeschlossen, bei dem er jährlich 1000 Euro Kapitalerträge (Zinsen) einnimmt.

Damit liegt Mirkos Jahresverdienst noch unter dem Grundfreibetrag und er wird nicht zur Einkommenssteuer veranlagt. Außerdem kann Mirko eine NV-Bescheinigung beantragen und spart so 25% Abgeltungssteuer auf seinen Sparbrief.

Erhält ein Arbeitnehmer einen Gutschein von seinem Arbeitgeber, handelt es sich dabei um einen Sachbezug. Sachbezüge sind geldwerte Vorteile und müssen besteuert werden, zudem fallen Sozialversicherungsbeiträge an, solange deren Wert über der monatlichen 44 Euro Freigrenze liegt.

Sonderfall Gutschein

Der Gutschein stellt jedoch einen Sonderfall unter den Sachbezügen dar, da er nicht immer als Sachbezug gilt. Dies muss je nach Art des Gutscheins entschieden werden.

Gutschein mit monetärem Gegenwert

Die lohnsteuerliche Behandlung von Gutscheinen ist ein Sonderfall. Es wird davon ausgegangen, dass ein Gutschein mit einem finanziellen Gegenwert Barlohn darstellt, da der monetäre Gegenwert zur freien Verfügung steht. Aus diesem Grund müssen solche Gutscheine wie Barlohn besteuert werden. Diese Art Gutscheine wird nicht als Sachbezug gewertet

Gutschein zur Einlösung bei einem Dritten

Es gibt jedoch auch Gutscheine, die für eine bestimmte Leistung, Ware oder Menge ausgestellt werden. Beispielsweise kann der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter einen Gutschein über 30l Benzin ausstellen. Der Arbeitnehmer wird in diesem Fall die Kosten für die Sache, also das Benzin, auslegen und im Lohnbüro seines Arbeitgebers eine Erstattung erhalten. Diese Art Gutscheine enthält keinen finanziellen Gegenwert, kann aber einen Höchstwert enthalten, der maximal ausgegeben bzw. erstattet werden kann. Es handelt sich hierbei um einen Sachbezug, für den auch die 44 Euro Freigrenze gilt.

Gutschein zur Einlösung beim Arbeitgeber

Ein Gutschein, der im Geschäft des Arbeitgebers selbst einzulösen ist stellt einen weiteren Sonderfall dar. Hier wird der sogenannte Rabattfreibetrag gewährt. Der Rabattfreibetrag beträgt jährlich 1.080 Euro. Als Voraussetzung gilt, dass der Arbeitgeber mit den Waren, die überlassen werden, Handel betreibt und diese nicht ausschließlich für seine Mitarbeiter herstellt oder vertreibt.

Auf diese Weise kann unter Berücksichtigung eines Preisabschlags von 4% ein Bruttogegenwert von 1.125 Euro steuerfrei und sozialversicherungsfrei übergeben werden. Diese Art Gutscheine gilt als Sachbezug, auch dann, wenn der Gutschein einen monetären Gegenwert eingetragen hat, beispielsweise auf einen Betrag lautet.