Unter kalter Progression wird eine Steuermehrbelastung verstanden, die eintritt, wenn die Gehälter in gleicher Höhe steigen wie die Inflation und die Arbeitnehmer dadurch in eine höhere Steuerklasse rutschen. Obwohl das Gehalt steigt, hat man nach Abzug der Steuer weniger Geld zur Verfügung.
Der Grund liegt im deutschen Steuersystem. Bis zum Erreichen des Steuerfreibetrages wird keine Steuer fällig. Wird der Freibetrag überschritten, so muss der überschreitende Betrag versteuert werden. Der Steuerbetrag steigt jedoch nicht linear mit zunehmendem Einkommen, da der Steuersatz von zunächst 14 % bis auf einen Höchststeuersatz von 42 % anwächst. Erhält der Arbeitnehmer bei einer Inflationsrate von 2 % eine Gehaltserhöhung von ebenfalls 2 %, dann gleicht die Gehaltserhöhung zwar auf den ersten Blick die Inflation aus. Aufgrund des höheren Gehaltes steigt jedoch seine Steuerbelastung, sodass seine Kaufkraft sinkt. Das Nettogehalt ist zwar nach der Gehaltserhöhung und trotz höherer Steuerbelastung gestiegen, diese Erhöhung gleicht jedoch nicht die Inflationsrate aus.

Die Körperschaftssteuer (KSt) ist eine Art Einkommenssteuer. Besteuert wird damit das Einkommen inländischer juristischer Personen wie Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, Stiftungen oder Vereinen.

Aus ökonomischer Sicht handelt sich um eine Ertragssteuer, da die Besteuerungsgrundlage das Einkommen bzw. der Gewinn der betreffenden Körperschaft innerhalb eines Kalenderjahres ist. Die Körperschaftssteuer ist also eine Unternehmenssteuer. Körperschaften, die gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen, sowie alle Unternehmen des Bundes, sind von der Körperschaftssteuer befreit.

Die deutsche Körperschaftsteuer ist mit der Einkommensteuer verknüpft, zahlreiche Regelungen zur Einkommensermittlung sind für beide Steuern gleich. Das Körperschaftsteuergesetz (KStG) baut auf dem Einkommensteuergesetzauf und bildet zusammen mit der Körperschaftsteuer-Durchführungsverordnung die gesetzliche Grundlage.
Seit 2008 beläuft sich der Steuersatz auf 15%. Die Körperschaftssteuer muss jährlich mit der Körperschaftssteuererklärung beim zuständigen Finanzamt gemeldet werden.

Anhand der Kostenrechnung (auch: Kosten- und Leistungsrechnung) können betriebliche Kosten erfasst und ausgewertet werden. Als Teil des betrieblichen Rechnungswesens dient die Kostenrechnung insbesondere internen Zwecken des Unternehmens.

In der Kostenrechnung werden die geplanten Kosten (Soll-Kosten) mit den tatsächlich angefallenen Kosten (Ist-Kosten) verglichen. Damit lässt sich die Finanzplanung des Unternehmens bewerten, damit beispielsweise zukünftige Entscheidungen vorbereitet werden können.

Die Kostenrechnung kann damit auch ausschlaggebend sein für die Preisgestaltung, die Vertriebsplanung oder wichtige Grundsatzentscheidungen.

Beispiel
Herbert P. erstellt eine Kostenrechnung für seinen Sanitärbetrieb mit 40 Mitarbeitern. Bei einigen Posten stellt er dabei fest, dass wesentlich mehr Geld ausgegeben wurde, als eigentlich geplant, insbesondere bei den Materialien. Da Qualität in Herbert P.s Betrieb aber großgeschrieben wird, möchte er an dieser Stelle nicht einsparen und sucht nun in der Kostenrechnung nach anderen Posten, an denen noch Geld gespart werden kann – zum Beispiel bei der Verwaltung. Diese wird jetzt mithilfe einer Software für Onlinebuchführung auf den neuesten Stand gebracht und läuft wesentlich effizienter als zuvor.

Kostenstellen sind in der Kosten-Leistungsrechnung Buchungsposten, denen die Kosten einer Hierarchieebene oder einer Kostenart eines Unternehmens zugeordnet werden. Das können Abteilungen, räumliche oder funktionale Ebenen der Aufbau- und Ablauforganisation eines Unternehmens sein. So gibt es in der Regel in Unternehmen Kostenstellen für Forschung & Entwicklung, Verwaltungskosten, Materialkosten und vieles mehr.

Die Künstlersozialkasse (KSK) ist Träger der Künstlersozialversicherung (KSV) in Deutschland. Die Institution ermöglicht freischaffenden Künstlern und Publizisten einen kostengünstigen Zugang zur gesetzlichen Sozialversicherung.

KSK unterstützt Künstler und Publizisten

Die KSK wurde durch das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) geschaffen. Die KSK selbst ist nicht Versicherungsträger, sondern bezuschusst und leitet die Beiträge der Versicherten an die zuständigen Stellen weiter, beispielsweise die gesetzliche Krankenversicherung, die der Versicherte ausgewählt hat, an die Pflegeversicherung oder die Rentenversicherung.

Zusammensetzung des Beitrages

Obwohl es sich um selbstständig ausgeübte Berufe handelt, zahlen die Versicherten der Künstlersozialkasse, ähnlich wie dem Arbeitnehmeranteil, nur einen geringeren Beitrag, der etwa der Hälfte des eigentlich anfallenden Betrages entspricht.

Die übrige Hälfte des Beitrages zur Sozialversicherung wird durch einen Bundeszuschuss und durch die Künstlersozialabgabe getragen. Der Bundeszuschuss beträgt 20%, die Künstlersozialabgabe 30%.

Die Künstlersozialabgabe wird durch die KSK von Unternehmen eingezogen, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten.

Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld wird Arbeitnehmern gezahlt, in deren Betrieb infolge einer wirtschaftlichen Schieflage oder bestimmter anderer unabwendbarer Ereignisse die übliche Arbeitszeit vorübergehend verkürzt werden muss.

Beziehen von Kurzarbeitergeld

Das Ziel des Kurzarbeitergeldes ist es, eine vorübergehende schlechte Auftragslage oder Produktionssituation zu überbrücken, sodass die Arbeitnehmer weiterhin im Unternehmen beschäftigt werden können.

Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld kann maximal für 12 Monate bezogen werden. Näheres hierzu ist in §§ 95ff. und § 104 Abs. 1 Sozialgesetzbuch III (SGB) geregelt.

Höhe des Kurzarbeitergeldes

Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld beträgt zwischen 60-67% des wegfallenden Nettoentgeltes. Die konkrete Höhe wird durch die „Verordnung über die pauschalisierten Nettoentgelte für das Kurzarbeitergeld für das Jahr 2016″ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales festgelegt.

Kurzarbeitergeld ist steuerfrei

Die Zahlung erfolgt durch die Bundesagentur für Arbeit. Die Mittel zur Finanzierung dieser Lohnersatzleistungen stammen aus der Arbeitslosenversicherung. Sowohl konjunkturelles Kurzarbeitergeld als auch Saison-Kurzarbeitergeld sind Lohnersatzleistungen und damit steuerfrei.

Saison-Kurzarbeitergeld

Daneben gibt es seit 2006 das Saison-Kurzarbeitergeld, das wetter- und saisonbedingte Arbeitsausfälle insbesondere im Baugewerbe kompensieren soll. Ziel ist, trotz des Arbeitsausfalls eine ganzjährige Beschäftigung auch bei schlechter Beschäftigungssituation während der Winterzeit zu ermöglichen.