Die Leistungsbilanz zeigt die Veränderungen des Nettoauslandsvermögens eines Staates an, die Transaktionen einer Volkswirtschaft mit allen anderen Ländern weltweit. In der Leistungsbilanz werden alle ex- und importieren Waren und Dienstleistungen, die Erwerbs-und Vermögenseinkommen und Geldübertragungen (Auslandsüberweisungen, Entwicklungshilfezahlungen) gegenübergestellt. Die Leistungsbilanz setzt sich als Teilbilanz der Zahlungsbilanz aus den vier Unterbilanzen Außenhandelsbilanz, Dienstleistungsbilanz, aus der Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen sowie der Bilanz der laufenden Übertragungen zusammen.
Auf der Aktivseite stehen dabei alle exportierten Waren und Dienstleistungen sowie die aus dem Ausland empfangenen unentgeltlichen Leistungen. Auf der Passivseite werden alle importierten Waren und Dienstleistungen sowie die an das Ausland übertragenen unentgeltlichen Leistungen.

Die Limited Company (Ltd.) ist eine Unternehmensform. Es handelt sich um eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft, die vor allem im Vereinigten Königreich existiert. Daneben ist die Abkürzung „Ltd.” vor allem in ehemaligen britischen Kolonien oder Mitgliedsländern des Commonwealth auch in Zusammenhang mit ähnlichen Unternehmensformen gebräuchlich.

Die britische Limited Company ist eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft und damit vergleichbar mit der deutschen Gesellschaft mit begrenzter Haftung (GmbH). Im Vereinigten Königreich existieren unterschiedliche Ausprägungen der Limited Company. Einige hiervon können im Gegensatz zur GmbH jedoch auch an der Börse gehandelt werden.

Eine Limited, die im Vereinigten Königreich registriert ist, kann auch in Deutschland eine Niederlassung gründen. Der Firmenname muss den Zusatz „Limited” oder „Ltd”. zwingend enthalten.

Die Abschreibung für Aufwendungen (AfA) ist die steuerliche Behandlung von langlebigen Wirtschaftsgütern, die sich über ihre Nutzungszeit verbrauchen. Deren Anschaffungskosten sind nicht auf einen Schlag sondern über die Dauer ihrer Nutzung steuerlich geltend zu machen.

Verbuchung der linearen Abschreibung

Zunächst verbucht man beispielsweise eine Maschine in ihrem Wert vom Kassenbestand mit dem Preis der Anschaffung ins Anlagevermögen der Bilanz. Über die Nutzungszeit wird dann jedes Jahr ein Teil der Einkaufskosten als Betriebsaufgabe bei der Steuer geltend gemacht. Wie ein Anlagegut abzuschreiben ist, geben die AfA-Tabellen des Bundesfinanzministeriums vor. Bei der linearen Abschreibung eines neuen Kraftfahrzeugs beispielsweise wird bei einer vorgeschriebenen Nutzungszeit von sechs Jahren jedes Jahr ein Sechstel der Anschaffungskosten als Betriebsausgabe verbucht und wirkt so in diesem Fiskaljahr steuermindernd. Bei einem Dienstwagen für 60.000 Euro inklusive aller Zubehör- und Sonderausstattungen berechnet sich die AfA per linearer Abschreibung wie folgt: Im Anschaffungsjahr können 10.000 Euro als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. In den Folgejahren dürfen dann jeweils 10.000 Euro als Betriebsausgaben gebucht werden. Am Ende der sechs Jahre Nutzungszeit ist der Wagen abgeschrieben und verbleibt bis zu seinem Verkauf mit einem Euro im Anlagevermögen.

Die Lohnabrechnung beschreibt die Abrechnung, Zahlung und Buchung von Arbeitsentgelten an einen Arbeitnehmer sowie die entsprechenden gesetzlichen und freiwilligen Abzüge.

Der Lohnabrechnung geht die Lohnbuchführung voraus, also die Erfassung und Bearbeitung der Arbeitszeiten und der Arbeitsentgelte. Die Begriffe Lohnabrechnung und Lohnbuchführung werden auch synonym verwendet.

Die Lohnabrechnung, auch Gehaltsabrechnung, Entgeltabrechnung oder Monatsabrechnung genannt, ist zudem das Dokument, das Arbeitnehmern monatlich ausgehändigt wird und Angaben über Abrechnungszeitraum und Zusammensetzung des Arbeitsentgelts enthält, insbesondere über Art und Höhe der Zuschläge, Zulagen, sonstige Vergütungen, Art und Höhe der Abzüge, Abschlagszahlungen sowie Vorschüsse.

Die Entgeltabrechnung muss nach § 108 Gewerbeordnung (GewO) verpflichtend allen Arbeitnehmern durch den Betrieb zur Verfügung gestellt werden.

Die Pflichtangeben, die eine korrekte Lohnabrechnung enthalten muss, werden in der Entgeltbescheinigungsverordnung geregelt.

Eine Lohnart legt fest, in welcher Weise Zahlungen an Arbeitnehmer abgerechnet werden. Das heißt die Lohnart bestimmt, wie eine Zahlung hinsichtlich Steuern und Sozialversicherung behandelt wird. So lässt sich anhand der Lohnart jeweils ermitteln, welche Beiträge der Arbeitgeber für eine Zahlung abzuführen hat.

Die Lohnarten werden in Bruttolohnarten, Nettolohnarten und Statistiklohnarten unterteilt.

Bruttolohnarten

Hierzu zählen der Bruttobezug und Bruttoabzug. Zum Bruttobezug zählen beispielsweise Gehalt oder Stundenlohn sowie Zuschläge, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Alle Lohnarten, die steuer- und sozialversicherungspflichtig sind, sind Bruttolohnarten. Solche Bezüge, die den Bruttolohn bilden, werden als Bruttobezüge bezeichnet. Bruttoabzüge sind dagegen solche, die vom Bruttolohn abgezogen werden, beispielsweise Kürzungen. Bruttoabzüge führen dazu, dass sich die Beiträge zur Sozialversicherung und Steuerabgaben senken.

Nettolohnarten

Auch die Nettolohnarten sind aufgeteilt in Nettobezug und Nettoabzug. Nettobezüge sind solche Lohnarten, die nicht sozialversicherungspflichtig sind und auf die keine Lohnsteuer anfällt. Sie werden zum Nettolohn dazu addiert. Dies können beispielsweise Erstattungen des Arbeitgebers sein, wie Fahrtkostenerstattungen oder Zuschüsse für Verpflegung. Nettoabzüge im Gegenzug sind solche Lohnarten, die vom Nettolohn abgezogen werden. Dabei haben sie aber anders als die Bruttoabzüge keinen Einfluss auf die Lohnsteuer oder Sozialversicherungsbeiträge. Dazu gehören beispielsweise Vermögenswirksame Leistungen.

Statistiklohnarten

Wesentlich umfangreicher sind die Statistiklohnarten gegliedert. Hier sind alle relevanten Lohnarten gelistet, die entsprechend unterschiedlich abgerechnet werden. Abfindungen beispielsweise sind steuerpflichtige Lohnarten, die in der Sozialversicherung beitragsfrei sind. Anders sieht es aus beim Mutterschutzlohn, dieser ist wie ein reguläres Einkommen steuerpflichtig und auch beitragspflichtig in der Sozialversicherung. Das Gegenteil ist der Fall für das Mutterschaftsgeld, das sowohl steuerfrei als auch beitragsfrei ist.

Lohnersatzleistungen sind steuerfreie Einkünfte, die in bestimmten Situationen anstelle von Lohn vom Träger der gesetzlichen Sozialversicherung ausbezahlt werden. Sie werden auch als Einkommensersatzleistungen oder Entgeltersatzleistungen bezeichnet.

Typische Lohnersatzleistungen

Zu den Lohnersatzleistungen zählen typischerweise Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Elterngeld. Diese Lohnersatzleistungen werden an Arbeitnehmer vorübergehend gezahlt werden, während diese nicht arbeiten.

Weitere Lohnersatzleistungen sind nach § 32 Abs. 1 Einkommenssteuergesetz (EStG) auch Zuschüsse zum eigentlichen Arbeitsentgelt, beispielsweise bei Kurzarbeit und bei Verdienstausfall. Auch Insolvenzgeld, Mutterschaftsgeld, Verdienstausfallentschädigungen und Aufstockungsbeiträge zählen dazu.

Steuerfreie Lohnersatzleistungen unterliegen dem Progressionsvorbehalt

Für Arbeitnehmer sind Lohnersatzleistungen grundsätzlich steuerfrei. Allerdings werden Lohnersatzleistungen bei der Ermittlung des Steuersatzes berücksichtigt, also dabei zum Einkommen dazugezählt. So ist es möglich, dass die Zahlung von Lohnersatzleistungen dazu führt, dass ein Arbeitnehmer für das eigentliche steuerpflichtige Einkommen einen höheren Satz zahlen muss. Dies geschieht auf Basis des sogenannten Progressionsvorbehalts nach § 32b EStG.

Lohnersatzleistungen für Gründer und Selbstständige

Wichtig für Selbständige ist zu wissen, dass der Bezug von Lohnersatzleistungen auf Existenzgründerzuschüsse angerechnet wird. Ein Zeitraum, in dem Lohnersatzleistungen bezogen wurden, gilt vor der Rentenversicherung als Pflichtbeitragszeit, wenn der Arbeitnehmer zuvor sozialversicherungspflichtig war.

Selbständige, die nicht pflichtversichert waren oder keine freiwilligen Beiträge geleistet haben, können einen Antrag auf Pflichtversicherung stellen, wenn sie Lohnersatzleistungen erhalten.

Beispiel

Tanja S. ist mit einem Immobilienbüro selbständig. Nachdem sie ihr Kind zur Welt gebracht hat, ist Tanja im Mutterschutz und bezieht Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Dieses steht Tanja zu, da sie freiwillig gesetzlich versichert ist und gegenüber ihrer Krankenkasse den Anspruch auf Krankengeld erklärt hat. Wäre Tanja privat versichert, würde sie als Selbständige kein Mutterschaftsgeld erhalten. Privatversicherte Arbeitnehmerinnen wiederum erhalten ein reduziertes Mutterschaftsgeld.

Arbeitgeber sind nach § 4 der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung verpflichtet, für jeden Arbeitnehmer Lohnunterlagen zu führen und aufzubewahren. Die Aufzeichnung und Aufbewahrung der Lohnunterlagen geschieht in einem sogenannten Lohnkonto. Ein Lohnkonto ist auch für Arbeitnehmer zu führen, die nur geringfügig beschäftigt sind, unabhängig von deren Versicherungs- oder Steuerpflichtigkeit.

Im Lohnkonto werden die Abrechnungsdaten gespeichert

In einem Lohnkonto müssen die Stammdaten des Arbeitnehmers zusammen mit allen lohnsteuerrelevanten Daten aufgezeichnet werden. Dazu gehören unter anderem Angaben zu den Freibeträgen, zum Tag der Abrechnung, dem Tag der Lohnzahlung und zur pauschalen Besteuerung.

Ein Lohnkonto führen

Alle notwendigen Aufzeichnungen im Lohnkonto werden von der einfachsten Lohnabrechnungssoftware Sage One Lohn und Gehalt ganz automatisch geführt und aufbewahrt. Mithilfe eines zertifizierten Programms zur Lohnabrechnung lassen sich alle Angaben gemäß der gesetzlichen Vorgaben speichern und bei Bedarf jederzeit ergänzen.

Gesetzliche Vorgaben abrufbar

Eine vollständige Auflistung aller Daten, die im Lohnkonto aufgezeichnet werden müssen, finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz.

Ist ein Arbeitnehmer stark verschuldet und kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, kann im Rahmen einer gerichtlichen Zwangsvollstreckung eine Lohnpfändung bzw. Gehaltspfändung angeordnet werden.

So funktioniert die Lohnpfändung

Dabei wird ein Teil des Lohnes bzw. Gehalts des Arbeitnehmers (Schuldner) direkt an den Gläubiger gezahlt. Dies ist Teil der Lohnabrechnung und damit Aufgabe des Arbeitgebers. Dem verschuldeten Arbeitnehmer werden lediglich ein monatliches Mindesteinkommen sowie die unpfändbaren Einkommensanteile ausbezahlt.

Pflichten des Arbeitgebers

Der Arbeitgeber tritt in diesem Fall als sogenannter Drittschuldner auf, da er nun als Schuldner einer gepfändeten Leistung fungiert. Die Lohnpfändung wird gerichtlich angeordnet und dem Arbeitgeber mitgeteilt. Dieser ist nun verpflichtet, die pfändbaren Anteile des Einkommens seines Arbeitnehmers an den Gläubiger abzuführen.

Lohnpfändung durch Zwangsvollstreckung

Maßgeblich sind hierfür die Regelungen nach § 850c Zivilprozessordnung (ZPO). Sollte sich der Arbeitgeber weigern die pfändbaren Anteile abzuführen, kann der Gläubiger unter Umständen eine Vollstreckung gegen den Arbeitgeber anordnen lassen. Den Mehraufwand und die Kosten, die dem Arbeitgeber für Bearbeitung und Durchführung einer Lohnpfändung entstehen, hat dieser selbst zu tragen.

Auch im Falle von Fehlern oder falschen Angaben gegenüber dem Gläubiger macht sich der Arbeitgeber unter Umständen schadenersatzpflichtig. Wichtig ist deshalb, die aktuellen Lohnpfändungsgrenzen zu beachten und auf die Situation des Arbeitnehmers anzupassen. Ist dieser beispielsweise unterhaltspflichtig, darf weniger gepfändet werden, da der pfändungsfreie Betrag steigt.

Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis

Wird bei einem Arbeitnehmer wegen Verschuldung der Lohn gepfändet, rechtfertigt dies keine Kündigung durch den Arbeitgeber. Ausnahmen bestehen nur dann, wenn der Arbeitnehmer in einer besonderen Vertrauensstellung agiert, die der Arbeitnehmer nun gefährdet sieht. Dies könnte beispielsweise beim Umgang mit Bargeld oder Finanzen des Unternehmens der Fall sein.

Unter einer Lohnsteueranmeldung wird die Steuererklärung verstanden, mit der steuerpflichtige Arbeitgeber die Lohnsteuer für Arbeitnehmer auszurechnen und beim Finanzamt auf elektronischem Weg anzugeben haben. Die Lohnsteueranmeldung ist somit die Erklärung, dass Lohnsteuer einbehalten wurden.
Geregelt ist die Pflicht zur Anmeldung der berechneten und einbehaltenen Lohnsteuer in § 41a EStG; die Pflicht, die Höhe selbst zu berechnen ergibt sich aus § 150 I AO.
Zur Lohnsteuervoranmeldung verpflichtet sind Arbeitgeber mit mindestens einem Arbeitnehmer. Anzugeben ist die Höhe der abzuführenden Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlages und der Kirchensteuer. Nicht angemeldet werden muss die für einen Minijob anfallende Pauschalsteuer.
Abzugeben ist die Lohnsteueranmeldung i.d.R. monatlich, betrug die Lohnsteuer im vorangegangenen Jahr nicht mehr als 1.000 Euro, so ist sie jährlich anzumelden.
Lag die abzuführende Lohnsteuer unter 4.000 Euro, aber über 1000 Euro, dann ist eine vierteljährliche Anmeldung vorzunehmen.
Im ersten Jahr einer Betriebseröffnung wird die für den ersten Monat berechnete Lohnsteuer herangezogen, um einen Jahrespauschalbetrag zu berechnen und so den Abgaberhythmus zu bestimmen. Im zweiten Jahr wird dann die Lohnsteuer des vorangegangenen Jahres herangezogen. Die jeweiligen Fristen werden vom Finanzamt festgesetzt.