Die rechte Seite einer Bilanz nennt man ihre „Passivseite“ oder auch die „Passiva“. Sie geben Auskunft über die Mittelherkunft des Unternehmens und die Kapitalstruktur, d. h. sie bilden das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital ab. Die rechte Seite der Bilanz enthält außerdem Informationen über Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Mithilfe der Pendlerpauschale, korrekt Entfernungspauschale genannt, unterstützt der Gesetzgeber Arbeitnehmer bei ihrer Mobilität, wenn diese einen längeren Weg zur Arbeit zurücklegen müssen.

Entfernungspauschale: Sie wird wie Werbungskosten berücksichtigt

Die Entfernungspauschale bezieht sich auf den Fahrweg von der Wohnung des Arbeitnehmers zur Arbeit. Bei der Einkommenssteuererklärung kann die Entfernungspauschale wie Werbungskosten berücksichtigt werden, damit der Arbeitnehmer im Endeffekt weniger Steuern zu zahlen hat.

Was sind anrechenbare Fahrten?

Geltend machen lassen sich Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte, der sogenannten „ersten Tätigkeitsstätte”, für jeden Arbeitstag. Zusätzlich lassen sich sogenannte Familienheimfahrten einmal pro Woche pro Kilometer geltend machen, der zwischen dem Beschäftigungsort und der heimatlichen Wohnung liegt. Dieses Konzept ist beispielsweise für Wochenendpendler gedacht, die die Arbeitswoche an einem anderen Ort („Beschäftigungsort”) als dem eigentlichen Wohnort („Ort des eigenen Hausstandes”) verbringen und zum Wochenende nach Hause fahren.

Berücksichtigung fällt pro Kilometer an

Die Entfernungspauschale berücksichtigt jeden zurückgelegten Kilometer mit derzeit (seit 2004) 0,30 Euro, unabhängig der eigentlichen Kosten, die dem Arbeitnehmer beispielsweise durch Treibstoff oder Fahrkarten entstanden sind. Maximal können 4.500 Euro pro Jahr berücksichtigt werden, außer der Arbeitnehmer fährt mit dem eigenen oder ihm überlassenen PKW. In diesem Fall gilt der Maximalbetrag nicht.

Weitere Geltendmachung der Fahrtkosten nicht möglich

Wird die Entfernungspauschale in der Steuererklärung angewendet, gelten alle Fahrtkosten als abgegolten und können darüber hinaus nicht mehr steuermindernd geltend gemacht werden.

Für Selbstständige: Entfernungspauschale oder Betriebsausgaben

Nach § 4 Abs.5 Ziffer 6 Einkommenssteuergesetz (EStG) kann die Entfernungspauschale auch von Selbständigen für Fahrten zur Betriebsstätte in Anspruch genommen werden, wenn es sich um eine dauerhafte Tätigkeitsstätte („erste Betriebsstätte”) handelt. Alternativ lassen sich die tatsächlich angefallenen Fahrtkosten unbeschränkt als Betriebsausgaben abziehen.

Beim Einsatz von Arbeitnehmern entstehen einem Unternehmen Kosten, beispielsweise Lohn und Gehalt, Sozialleistungen, sowie Personalnebenkosten. Diese werden als Personalkosten bezeichnet.

Direkte und indirekte Personalkosten

Im Allgemeinen gehören dazu alle direkten und indirekten Kosten, die durch den Einsatz von Arbeitnehmern in einem Betrieb anfallen. Direkte Personalkosten sind vor allem Lohn und Gehalt, sowie deren variable Bestandteile. Indirekte Personalkosten, auch Lohnnebenkosten genannt, entstehen durch gesetzliche oder tarifliche Vorschriften, beispielsweise Sozialversicherungsbeiträge, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubsgeld und andere. Auch freiwillige Leistungen des Arbeitgebers wie Weihnachtsgeld oder Sozialleistungen, sowie Aufwendungen für die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern gehören zu den indirekten Personalkosten.

Monatliche Fixkosten und zusätzliche Leistungen

Bei der Berechnung von Personalkosten, die in einem Betrieb anfallen, ist es notwendig zwischen regelmäßigen (monatlichen) Personalkosten wie Lohn und Gehalt, und zusätzlichen Leistungen zu unterscheiden. Urlaubs- oder Krankengeld, die zu einem bestimmten Zeitpunkt fällig werden, werden bei der Berechnung beispielsweise auf alle Abrechnungszeiträume innerhalb des Jahrs verteilt um die realen (monatlichen) Personalkosten zu erhalten.

Feststellung der Wirtschaftlichkeit

Mit der Berechnung der Gesamtpersonalkosten lassen sich Rückschlüsse auf die Wirtschaftlichkeit eines Betriebes schließen. Dabei wird den Ausgaben für Personal gegenübergestellt, wie viel Umsatz oder Gewinn durch die entsprechenden Arbeitnehmer gemeinsam oder im Einzelnen erwirtschaftet wird.

Personalkosten berechnen

Die Personalkosten werden errechnet aus dem Bruttogehalt, gesetzlichen Sozialabgaben, Zahlungen zur U1, U2 und U3 Umlage, den Beiträgen zur Berufsgenossenschaft, sowie den Zusatzleistungen wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld, und den Kosten für Entgeltfortzahlungen (unter Berücksichtigung etwaiger Rückerstattungen aufgrund der U1 oder U2 Umlage). Dazu kommen dann noch alle Kosten, die ein Unternehmen zur Ausbildung oder Fort- und Weiterbildung eines Mitarbeiters aufwendet, sowie Reise- oder Verpflegungskosten, zum Beispiel wenn der Mitarbeiter Kundentermine wahrnimmt.

Ferner können auch Personalrabatte, eine betriebliche Altersvorsorge oder andere besondere Leistungen des Unternehmens an die Mitarbeiter bei der Kalkulation berücksichtigt werden.

In einigen Fällen werden auch die Kosten für die Ausstattung eines Arbeitsplatzes oder Anschaffung von Arbeitsmaterialien und -geräten für den Mitarbeiter als indirekte Personalkosten bezeichnet.

Unter Publikationspflicht wird die Verpflichtung von Kapitalgesellschaften, eingetragenen Genossenschaften, Aktiengesellschaften und von bestimmten anderen Unternehmen verstanden, Jahresabschlüsse, Lageberichte, Konzernabschlüsse oder Konzernlageberichte zu veröffentlichen. Geregelt werden diese Verpflichtungen im Handelsrecht und im BGB. Der Umfang der Publikationspflicht ist von der jeweiligen Größe des Unternehmens oder des Konzerns abhängig. Die Veröffentlichung erfolgt, indem die Daten beim Bundesanzeiger auf elektronischem Weg eingereicht werden. Von dort werden sie an das Unternehmensregister weitergegeben und können dort online abgerufen werden.
Die Veröffentlichungsfrist beträgt zwölf Monate, wobei eine Verlängerung der Frist nicht möglich ist. Verstöße gegen die Publikationspflicht werden von Amts wegen vom Bundesamt für Justiz mit einem Ordnungsgeld in Höhe von 2.500 bis 25.000 Euro geahndet.