Als U1 Umlage und U2 Umlage werden Pflichtbeiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung, die die finanzielle Belastung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (U1) des Mutterschaftsgeldes (U2) für Unternehmen verringern sollen. Die U1 Umlage betrifft vor allem kleinere Unternehmen, die U2 Umlage dagegen alle Arbeitgeber.

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Bei der U1 Umlage handelt es sich um eine Versicherung über die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für Arbeitgeber mit geringer Mitarbeiterzahl. Im Krankheitsfall eines Arbeitnehmers erhalten teilnehmende Unternehmen auf Antrag zwischen 40-80% der Kosten erstattet, die für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall aufgewendet wurden. So soll die finanzielle Belastung kleinerer Betriebe durch Krankheitsfälle verringert werden. Die Höhe der Umlage wird von der jeweils zuständigen Kasse selbst bestimmt.

Teilnehmende Betriebe

Betroffen von der U1 Umlage sind in der Regel Arbeitgeber mit nicht mehr als 30 Mitarbeitern, wobei Teilzeitkräfte gestaffelt nach der wöchentlichen Arbeitszeit eingerechnet werden. Ob ein Arbeitgeber beitragspflichtig ist, wird zu Beginn eines Kalenderjahres für das gesamte Jahr festgestellt. Maßgeblich für die Feststellung der Beitragspflicht ist, ob im vorherigen Kalenderjahr in mindestens acht Kalendermonaten nicht mehr als 30 Arbeitnehmer im Betrieb beschäftigt waren.

Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes sowie andere Sonderfälle wie Hausgewerbetreibende sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Beiträge bestimmt die Krankenkasse

Die Beiträge je Arbeitnehmer werden an die zuständige Krankenkasse (bzw. Ersatzkasse, Betriebskrankenkasse) oder die Deutsche Rentenversicherung (bzw. Knappschaft, Minijob-Zentrale) geleistet.

Als U2 Umlage und U1 Umlage werden Pflichtbeiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung, die die finanzielle Belastung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (U1) des Mutterschaftsgeldes (U2) für Unternehmen verringern sollen. Die U1 Umlage betrifft vor allem kleinere Unternehmen, die U2 Umlage dagegen alle Arbeitgeber.

Beschäftigungsverbot – Jetzt besteht Entgeltfortzahlung

Bei der U2 Umlage handelt es sich um eine Versicherung über die Entgeltfortzahlung bei bestimmten Beschäftigungsverboten, beispielsweise einer Mutterschaft. Im Falle einer Mutterschaft einer Arbeitnehmerin erhalten Unternehmen 100% der Kosten, die für Entgeltfortzahlung sowie als Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung geleistet wurden, erstattet. Ebenfalls wird der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld während der Mutterschutzfrist erstattet. Die Höhe der Umlage wird von der jeweils zuständigen Kasse selbst bestimmt.

Die Krankenkasse bzw. Deutsche Rentenversicherung bestimmt die Beiträge

Seit 2006 sind von der U2 Umlage alle Arbeitgeber betroffen. Die Beiträge je Arbeitnehmer werden an die zuständige Krankenkasse (bzw. Ersatzkasse, Betriebskrankenkasse) oder die Deutsche Rentenversicherung (bzw. Knappschaft, Minijob-Zentrale) geleistet.

Als Umlaufvermögen werden Vermögensgegenstände bezeichnet, die nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen und zur Herstellung der Güter gebraucht bzw. verbraucht werden oder mit denen gehandelt wird. Aus betrieblicher Sicht sind dies Verbrauchsgüter wie beispielsweise Vorräte, Forderungen, liquide Mittel und Wertpapiere.

Der Umsatz gibt an, welchen Verkaufswert die an Kunden abgegebenen Lieferungen und Leistungen in einer Periode haben. Unterschieden wird zwischen dem wertmäßigen und dem mengenmäßigen Umsatz.
Nicht zum (Netto-)Umsatz gehören die Umsatzsteuer sowie Erlösschmälerungen wie Rabatte, Boni oder Skonti. Diese Posten sind jedoch im Bruttoumsatz enthalten.
Der Umsatz ist eine grundlegende Kennzahl jeden Unternehmens.

Die „Umsatzsteuer“ (USt; auch Mehrwertsteuer, kurz MwSt, oder Value Added Taxt, kurz VAT) ist eine Steuer, die auf den Umsatz eines Unternehmens anfällt. Die Umsatzsteuer ist vom jeweiligen Unternehmen an den Fiskus zu entrichten, wird aber bei der Preisbildung berücksichtigt und damit auf den Konsumenten bzw. den Endkunden in Form einer indirekten Steuer übertragen.

Die Umsatzsteuer erfolgt nach dem Bestimmungslandprinzip. Das heißt, dass dem jeweiligen Land das Recht zur Besteuerung zukommt, in dem der Konsum stattfindet – unabhängig vom Sitz oder Produktionsstandort eines Unternehmens.

Der jeweilige Steuersatz ist je nach Land verschieden. In Deutschland beträgt der Normal-Steuersatz derzeit 19%. Einige Leistungen werden mit einem ermäßigten Steuersatz von 7% belastet oder sind nach § 4 Umsatzsteuergesetz (UStG) befreit.

Jedes Unternehmen und wirtschaftlich tätige Einzelpersonen benötigen eine Umsatzsteuer-ID (Ust-IdNr.). Sie dient der eindeutigen Identifikation des Unternehmens im europäischen, nationalen sowie innergemeinschaftlichen Waren- und Dienstleistungsverkehr. Sie besteht aus einer Länderkennzeichnung und neun Ziffern: DE 123456789. Ab einem jährlichen Umsatz von 17.500 Euro muss jeder Unternehmer die Umsatzsteuer erheben und abführen. Dafür darf ein Unternehmer auch bei Erwerb von Waren und Dienstleistungen für die Aufrechterhaltung seines Wirtschaftsbetriebs die gezahlte Mehrwertsteuer mit der vereinnahmten Umsatzsteuer verrechnen. Wer weniger Umsatz erzielt, kann die Kleinunternehmer-Regelung in Anspruch nehmen und sich von der Umsatzsteuer befreien lassen. Die Ust-IdNr. wird auf Antrag kostenlos durch das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) in Saarbrücken erteilt.

Unter Verprobung versteht man im Sinne der steuerlichen Betriebsprüfung eine Überprüfung der Buchhaltung einer steuerpflichtigen Person. Eine Verprobung ist eine Überschlagsrechnung mit Plausibilitätsprüfung, also eine pauschale Prüfung der Gesamtheit von Geschäftsvorfällen. So soll die Richtigkeit bestimmter Aufzeichnungen und die Ordnungsmäßigkeit der ganzen Buchführung überprüft werden.
Bei der Umsatzsteuerverprobung wird demnach geprüft, ob die Angaben zur Umsatzsteuer korrekt sind oder der Buchhaltung Fehler unterlaufen sind. Es wird z. B. ein Vergleich des in der Umsatzsteuervoranmeldung erklärten Umsatzes mit dem Umsatz des Jahresabschlusses vorgenommen. Sind größere Abweichungen festzustellen, ist von einer oder mehreren Fehlbuchungen auszugehen.

Alle Unternehmen und Freiberufler, die umsatzsteuerpflichtig sind, müssen die jährlich anfallende Umsatzsteuer an den Fiskus entrichten.

Obwohl die Umsatzsteuer eine jährliche Steuer ist, muss sie per Umsatzsteuervoranmeldung (UStVA) mehrmals im Jahr abgeführt werden. Das hat sowohl für Unternehmen als auch den Staat einen Vorteil. Unternehmer geraten so weniger in die Gefahr von Zahlungsschwierigkeiten am Ende des Jahres und der Staat bekommt sein Geld früher.

Die Umsatzsteuervoranmeldung kann vierteljährlich oder monatlich erfolgen – das entscheidet das Finanzamt auf Grundlage der Umsatzsteuerlast des Vorjahres. Ist diese höher als 7.500 Euro , erfolgt eine monatliche Anmeldung, liegt sie zwischen 1.000 und 7.500 Euro, wird eine vierteljährliche Anmeldung fällig.

Für Existenzgründer gilt in den ersten beiden Jahren in jedem Fall die monatliche Frist, ganz unabhängig von der Umsatzsteuerlast.

Die Anmeldung muss jeweils bis zum 10. Tag des darauffolgenden Monats erfolgen. Die Anmeldung für das erste Quartal muss also beispielsweise bis zum 10. April erfolgen, die Anmeldung für den Januar bis zum 10. Februar.

Für einige Unternehmer ist die Frist von zehn Tagen zwischen Ende des betreffenden Zeitraums und der Abgabe der Anmeldung jedoch zu knapp. Sie können dann eine sogenannte Dauerfristverlängerung beim Finanzamt beantragen. Dafür verlangt das Finanzamt eine Gebühr, die einem Elftel der abgeführten Umsatzsteuer entspricht.

Kommt es zu einer Lohn- oder Gehaltspfändung bei einem Arbeitnehmer, ist dessen Arbeitgeber verpflichtet, den gepfändeten Anteil des Einkommens direkt an die Gläubiger des Arbeitnehmers weiterzuleiten. Dabei sind die Pfändungsfreibeträge in der Pfändungstabelle zu beachten.

Mindesteinkommen

Der verschuldeten Arbeitnehmer (Schuldner) erhält dann ein monatliches Mindesteinkommen sowie unpfändbare Einkommensanteile. Eine sogenannte Kahlpfändung soll dadurch vermieden werden.

Der pfändbare Teil des Einkommens wird ausgehend vom Nettoeinkommen abzüglich Lohnsteuer und Beiträgen zur Sozialversicherung berechnet. Dafür wird auch beachtet, ob der Schuldner unterhaltspflichtig ist, beispielsweise gegenüber Kindern oder Ehegatten.

Absolut unpfändbare Einkommensbestandteile

Außerdem gelten folgende Bezüge und Einkommensbestandteile nach § 850a Zivilprozessordnung (ZPO) als absolut unpfändbar:

  • die Hälfte der Vergütungen für Überstunden,
  • Urlaubsgeld,
  • Weihnachtsgeld bis zur Hälfte des monatlichen Einkommens oder bis zur Höchstgrenze von 500 Euro,
  • Zuwendungen zu besonderen Anlässen wie Betriebsjubiläum, Treuegeld etc. innerhalb des üblichen Rahmens der Branche,
  • sonstige Zulagen wie Aufwandsentschädigungen, soziale Zulagen, Entgelt für zur Verfügung gestellte Arbeitsmaterialien.

Auch das gesetzliche Kindergeld ist unpfändbar, Zuschläge des Arbeitgebers oder Familienzulagen jedoch schon. Erhält der Arbeitnehmer betriebliche Leistungen zur Altersvorsorge oder vermögenswirksam Leistungen (sogenanntes VL-Sparen), sind auch diese Leistungen unpfändbar. Sie stehen dem Schuldner zum Zeitpunkt der Lohnpfändung nicht zusätzlich zur Verfügung, sondern werden erst Jahre später verfügbar.