In der Zahlungsbilanz werden alle inländischen und ausländischen wirtschaftlichen Transaktionen innerhalb eines Jahres bezeichnet. Dabei wird zwischen der Kapitalbilanz, die alle finanziellen Transaktionen umfasst und der Leistungsbilanz mit allen Importen und Exporten der Güter unterschieden. Kapital- und Leistungsbilanz bilden zusammen die Zahlungsbilanz. Die Zahlungsbilanz erlaubt Einblicke in die ökonomische Verflechtung einer Volkswirtschaft mit dem Ausland. Im Gegensatz zur betriebswirtschaftlichen Bilanz werden jedoch keine Bestandsgrößen und der Gesamtsaldo erfasst, sondern die Veränderung eines Postens über einen bestimmten Zeitraum.

Zeitarbeit oder Leiharbeit bezeichnet eine gewerbliche Form der Arbeitnehmerüberlassung durch ein Zeitarbeitsunternehmen. Sind Arbeitnehmer bei einem Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher) angestellt und einem anderen Unternehmen (Entleiher) zeitweise überlassen, dann handelt es sich um gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung. Die Zeitarbeitsfirma erwirtschaftet durch den Verleih von Arbeitskräften einen Gewinn.

Wie funktioniert Zeitarbeit?

Unternehmen, die Arbeitnehmer per Zeitarbeit im eigenen Betrieb beschäftigen profitieren insbesondere von hoher Flexibilität beim kurzfristigen Einsatz von qualifiziertem Personal, die eine Anstellung beim Unternehmen selbst nicht mit sich bringen würde. Zudem entsteht dem Entleiher weniger Aufwand bei Recruiting und Lohnabrechnung. Der Einsatz von Leiharbeitern ist finanziell leicht kalkulierbar, da alle potentiellen Kosten für Urlaub oder Arbeitsausfall von der Leiharbeitsfirma getragen werden. Leiharbeiter zu beschäftigen kann für Unternehmen in bestimmten Situationen deshalb auch günstiger sein.

Vertragsparteien in der Zeitarbeit

An dem üblichen Konzept der Zeitarbeit sind drei Vertragsparteien beteiligt, der Verleiher, Entleiher und Leiharbeiter. Zwischen dem Verleiher und dem Entleiher besteht ein Vertrag über die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung, für die der Entleiher bezahlt. Zwischen dem Leiharbeiter und dem Verleiher besteht ein Arbeitsverhältnis. Besonderheit eines solchen Vertrages ist, dass dieser unter anderem den Einsatz bei verschiedenen Unternehmen regelt, jedoch nicht grundsätzlich ein befristetes Vertragsverhältnis darstellt.

Genehmigung für Arbeitnehmerüberlassung erforderlich

Gesetzliche Grundlagen der Zeitarbeit werden im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) geregelt. Eine Zeitarbeitsfirma benötigt für den gewerblichen Verleih von Arbeitnehmern eine Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit.

Als Zins wird das Entgelt bezeichnet, das für vorübergehend überlassenes Geld- und Sachkapital (z.B. Miet- oder Pachtzins) zu zahlen ist. Die Höhe der Zinsen richtet sich nach der vertraglichen Vereinbarung oder wird in bestimmten Fällen vom Gesetzgeber festgelegt.
Zinsen dienen als Entlohnung für entliehenes Geld oder entliehene Sachen bzw. als Vergütung des Rückgaberisikos. Sie dienen auch dem Inflationsausgleich. Als „Opportunitätskosten“ entschädigen sie den Gläubiger dafür, dass er mit dem verliehenen Geld bzw. der verliehenen Sache selbst nicht wirtschaftlich tätig werden konnte.

Ein Zuschlag bzw. eine Lohnzulage wird einem Arbeitnehmer gezahlt, wenn dieser Mehrarbeit leistet oder durch seine Tätigkeit eine bestimmte Gefahr auf sich nimmt. Zuschläge sind Teil des Arbeitslohns und damit steuerpflichtig.

Freiwillige, tarifvertragliche und betriebliche Zuschläge

Ein Zuschlag kann vom Arbeitgeber freiwillig gezahlt werden oder in einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag vorgeschrieben sein. Mögliche Zuschläge können beispielsweise gezahlt werden für Überstunden (Mehrarbeitszuschlag) oder in schwierigen Arbeitssituationen (Gefahren- und Schmutzzulagen oder Erschwerniszulage).

Sonderfall SFN-Zuschlag

In einigen Branchen sind zudem Zulagen für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen oder bei Nacht (SFN-Zuschlag) üblich. Der SFN-Zuschlag stellt eine steuerliche Ausnahmeregelung dar, da er in der Regel bis zu einem Höchstsatz des Grundlohns von 50 Euro pro Stunde steuerfrei ist. Liegt das Arbeitsentgelt über 25 Euro pro Stunde wird der SFN-Zuschlag allerdings für die Berechnung des Sozialversicherungsbeitrags berücksichtigt.

Zuschläge können auch als Bestandteil des Urlaubsentgeltes oder des Mutterschutzlohnes gezahlt werden. Das heißt der Arbeitnehmer erhält während seinem Urlaub einen durchschnittlichen Wert gezahlter Zuschläge aus den vergangenen drei Monaten als Teil seines Einkommens. Auch dann sind die gezahlten Zuschläge steuer- und sozialversicherungspflichtig, in diesem Fall auch die SFN-Zuschläge, da diese nicht für real geleistete Arbeit gezahlt werden.

Beispiel

Maja erhält ein monatliches Gehalt von 6.000 Euro. Die Überstunden, die sie monatlich leistet sind hierin bereits abgegolten. Jedoch erhält sie Zuschläge, da sie oft auch an Sonn- und Feiertagen arbeitet. Für diese Arbeit erhält Maja einen Zuschlag von 50%. Majas rechnerischer Stundenlohn liegt mit 172h pro Monat bei etwa 35 Euro. Somit beträgt die Zulage etwa 17,50 Euro. Da der Grundlohn unter 50 Euro liegt, ist der Zuschlag für Maja steuerfrei. Allerdings muss sie anteilig auch für den Zuschlag den Sozialversicherungsbeitrag zahlen, denn der Grundlohn liegt über Höchstgrenze von 25 Euro.

Der Arbeitgeber kann zu verschiedenen Leistungen, die der Arbeitnehmer in Anspruch nimmt, einen Zuschuss gewähren. Diese Leistungen können freiwillig oder durch betriebliche und tarifliche Bestimmungen vorgeschrieben sein.

Lohnsteuer- und Versicherungspflicht

Manche Arbeitgeber gewähren beispielsweise Zuschüsse zu einer privaten Lebensversicherung oder andere Zusatzversicherungen. Zudem sind auch Zuschüsse zu Krankengeld, Kurzarbeitergeld oder dem Mutterschaftsgeld möglich.

Je nach Art des Zuschusses ist zu bewerten, ob dieser steuerpflichtig und für die Beitragsberechnung in der Sozialversicherung relevant ist.

Krankenversicherung

Verdient ein Arbeitnehmer mehr als in der Jahresverdienstgrenze vorgesehen, darf er sich privat oder freiwillig gesetzlich krankenversichern. Der Arbeitgeber hat dann einen Zuschuss zu zahlen. Dieser Beitrag entspricht dem, was der Arbeitgeber ohnehin für einen gesetzlich versicherten Arbeitnehmer als Arbeitgeberanteil zu dessen Krankenversicherung gezahlt hätte.

Für Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind, zahlt der Arbeitgeber außerdem einen Beitrag zur Pflegeversicherung in gleicher Höhe des Anteils, der ohnehin für einen gesetzlich versicherten Mitarbeiter aufzuwenden wäre.

Private Lebensversicherung und private Zusatzversicherung

Leistungen eines Arbeitgebers für private Lebens- oder Zusatzversicherungen sind freiwillig und werden lohnsteuerrechtlich als Arbeitslohn betrachtet, das heißt die Zuschüsse sind lohnsteuerpflichtig und beitragspflichtig in der Sozialversicherung.

Rentenversicherung

In einigen Sonderfällen sind Arbeitnehmer von der Mitgliedschaft in der Deutschen Rentenversicherung befreit, da sie in eine berufsständige Rentenversicherung einzahlen. In diesem Fall leistet der Arbeitgeber Zuschüsse zur Rentenversicherung des Mitarbeiters, jedoch höchstens 50% des Betrages, der zu zahlen wäre, wenn der Mitarbeiter sich nicht von der Versicherungspflicht hätte befreien lassen.

Arbeitgeberdarlehen

Manche Arbeitgeber gewähren ein sogenanntes Arbeitgeberdarlehen. Das heißt das Unternehmen bezuschusst die Zinsen eines Kredites, den ein Mitarbeiter für eine eigengenutzte Wohnung aufgenommen hat. Diese Zuschüsse sind zu versteuern.

Mutterschaftsgeld

Während sich eine Mutter in der Schutzfrist befindet, erhält sie Mutterschaftsgeld bzw. Mutterschaftslohn. Der Mutterschaftslohn setzt sich zusammen aus einem Anteil der Krankenkasse bzw. des Bundes und einem Anteil des Arbeitgebers. Als Lohnersatzleistung ist Mutterschaftslohn nicht steuerpflichtig und nicht relevant für die Sozialversicherung, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das heißt es wird als Einkommen bei der Berechnung des Steuersatzes angerechnet, aber nicht selbst besteuert.

Krankengeld

Leistet ein Arbeitgeber Zuschüsse zum Krankengeld, so sind diese nicht beitragspflichtig.