Teilzeitarbeit

3 years ago

Ein Teilzeitarbeitsverhältnis ist ein Arbeitsverhältnis, das nach den im Betrieb oder im Tarifvertrag üblichen Konditionen geführt wird, jedoch mit einer verkürzten Arbeitszeit einhergeht.

Gleichbehandlung von Teilzeitkräften

Teilzeitkräfte haben die gleichen Rechte wie Vollzeitkräfte. Der Arbeitgeber ist beispielsweise verpflichtet die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Gewährung des gesetzlichen Mindesturlaubs, und sonstige Fürsorgepflichten zu erfüllen. Ein Arbeitnehmer darf nicht anders behandelt werden, nur weil er in Teilzeit beschäftigt ist. Näheres hierzu wird im Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (TzBfG) geregelt.

Recht auf Teilzeitarbeit

Arbeitnehmer haben ein gesetzlich verankertes Recht auf Teilzeitarbeit bzw. eine Verringerung ihrer Arbeitszeit, wenn sie das Arbeitsverhältnis nach den ersten sechs Monaten bestanden haben. Dies gilt in der Regel für Betriebe ab einer Größe von 15 Arbeitnehmern und für den Fall, dass keine betrieblichen Gründe dagegensprechen. Der Arbeitnehmer muss seinen Wunsch zur Verringerung der Arbeitszeit mindestens drei Monate im Voraus äußern.

Beispiel

Martin arbeitet in einer Kommunikationsagentur. Die betriebsübliche Arbeitszeit liegt dort bei 40h pro Woche für eine Vollzeittätigkeit. Martin arbeitet jedoch nur halbtags und kommt so auf eine Arbeitszeit von 20h pro Woche. Er geht also einer Teilzeittätigkeit nach.

Sein Gehalt und Anspruch auf Urlaubstage verringern sich demnach entsprechend der Arbeitszeit. Martin erhält auch Leistungen einer betrieblichen Altersvorsorge, die entsprechend seiner Arbeitszeit geringer sind als die, seiner Vollzeit-Kollegen. Jedoch darf ihm die Unterstützung der betrieblichen Altersvorsorge nicht wegen seiner Teilzeittätigkeit verwehrt werden. Gilt für Martins Arbeitgeber ein Tarifvertrag, dann ist dieser auch für Martin anzuwenden. Ebenso darf Martin bei Betriebsratswahlen teilnehmen und sich aufstellen lassen.

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